Der Leverkusener Konzern steht vor einer womöglich richtungsweisenden Entscheidung in den USA. Der Supreme Court wird den Roundup-Fall prüfen – ein Urteil könnte die jahrelange Klagewelle beenden. Gleichzeitig treibt Bayer den Umbau der Pharma-Sparte voran und hat sich ehrgeizige Margenziele gesetzt.

Die wichtigsten Fakten:
- Supreme Court nimmt Roundup-Fall Durnell zur Prüfung an
- Entscheidung wird bis Juni 2026 erwartet
- Von 197.000 Klagen bereits 132.000 beigelegt
- Pharma-Division soll bis 2027 wieder wachsen
- Bilanzvorlage am 25. Februar 2026

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Hoffnung auf rechtliche Klärung

Am 16. Januar 2026 verkündete das oberste US-Gericht, den Fall Durnell anzunehmen. Für Bayer geht es um eine fundamentale Rechtsfrage: Können bundesstaatliche Vorschriften zur Pestizid-Kennzeichnung staatliche Warnpflichten überlagern? Die Berufungsgerichte hatten diese Frage unterschiedlich bewertet – der Supreme Court soll nun Klarheit schaffen.

Unterstützung erhielt der Konzern vom US Solicitor General, der im Dezember 2025 argumentierte, das Gericht solle zugunsten von Bayer entscheiden. Eine Entscheidung bis Juni 2026 könnte die Rechtsstreitigkeit um das glyphosathaltige Herbizid nachhaltig beeinflussen.

Bayer hat bereits rund 11 Milliarden US-Dollar für Vergleiche aufgewendet. Von ursprünglich 197.000 Klagen wurden etwa 132.000 beigelegt oder als unberechtigt eingestuft.

Pharma-Sparte soll Marge auf 30 Prozent steigern

Auf der J.P. Morgan Healthcare Conference Mitte Januar präsentierte Bayer seine strategische Neuausrichtung im Pharmageschäft. Bis spätestens 2027 will der Konzern wieder ein mittleres einstelliges Wachstum erreichen. Die operative Marge soll bis 2030 auf etwa 30 Prozent klettern.

Getragen wird diese Strategie von den Wachstumstreibern Nubeqa und Kerendia. Der finnische Partner Orion erwartet, dass die Nubeqa-Nettoerlöse langfristig die Milliarden-Euro-Grenze überschreiten könnten. Zusätzlich setzt Bayer auf neue Produkteinführungen wie Beyonttra und Lynkuet sowie den Entwicklungskandidaten Asundexian.

Geschäftszahlen am 25. Februar

Seit dem 22. Januar befindet sich der Konzern in der Quiet Period vor der Bilanzvorlage. Am 25. Februar wird Bayer die vollständigen Ergebnisse für 2025 präsentieren. Im dritten Quartal 2025 war das EBITDA vor Sondereinflüssen um 20,8 Prozent auf 1,511 Milliarden Euro gestiegen.

Die nächste Hauptversammlung ist für den 24. April 2026 terminiert. Anleger dürfen mit einer Minimaldividende rechnen – für 2024 wurden 0,11 Euro je Aktie ausgeschüttet. Die Aktie notiert mit 45,27 Euro deutlich über ihrem Jahrestief von 19,93 Euro und hat seit April 2025 mehr als 112 Prozent zugelegt. Bis Juni könnte das Supreme-Court-Urteil für weitere Bewegung sorgen.

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