Die Leverkusener Erfolgsserie steht vor entscheidenden Wochen. Nach einer beeindruckenden Verdopplung des Börsenwerts innerhalb eines Jahres richtet sich der Fokus der Anleger nun auf zwei zentrale Ereignisse: die anstehenden Jahreszahlen und eine wegweisende Entwicklung vor dem US Supreme Court. Kann der DAX-Konzern die hohen Erwartungen erfüllen oder droht nach der jüngsten Euphorie ein Rücksetzer?

Die Fakten im Überblick

  • Aktueller Kurs: 44,81 € (Xetra)
  • Performance 12 Monate: +113,66 %
  • Abstand zum 52-Wochen-Hoch: -4,11 %
  • RSI (14 Tage): 19,6 (technisch überverkauft)
  • Nächster Termin: 25. Februar 2026 (Geschäftsbericht)

Hoffnungsträger Supreme Court

Treibende Kraft der jüngsten Kursrally ist die juristische Entwicklung in den USA. Der US Supreme Court hat am 16. Januar 2026 entschieden, den Fall "Durnell" zur Prüfung anzunehmen. Im Kern geht es um die Frage, ob Bundesrecht Vorrang vor einzelstaatlichen Gesetzen hat – konkret, ob Klagen wegen angeblich fehlender Warnhinweise auf Glyphosat-Produkten überhaupt zulässig sind, wenn die US-Umweltbehörde EPA solche Hinweise nicht vorschreibt.

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Marktbeobachter werten die Annahme des Falls als potenziellen Wendepunkt. Ein Urteil zugunsten von Bayer, das bis Juni 2026 erwartet wird, könnte die Klagewelle rund um den Unkrautvernichter Roundup signifikant eindämmen. Rückenwind erhält der Konzern dabei vom US Solicitor General, der die Position Bayers in einer Stellungnahme unterstützte.

Rally pausiert vor Zahlenvorlage

Trotz der positiven Nachrichtenlage gönnt sich die Aktie aktuell eine Verschnaufpause. Mit einem Kurs von 44,81 € notiert das Papier leicht unter dem erst kürzlich markierten 52-Wochen-Hoch von 46,73 €. Der technische Indikator RSI deutet mit einem Wert von 19,6 auf eine extrem überverkaufte Situation hin, was kurzfristig auf eine Gegenbewegung hindeuten könnte. Auf Jahressicht bleibt die Bilanz mit einem Plus von fast 18 % jedoch stark positiv.

Die nächste Bewährungsprobe steht am 25. Februar an. Dann präsentiert Bayer die Bilanz für 2025. Das Management hatte für das abgelaufene Jahr einen Rückgang bei Ergebnis und Free Cashflow in Aussicht gestellt, gleichzeitig aber Verbesserungen ab 2026 prognostiziert. Analysten von JPMorgan bleiben optimistisch und bestätigen ihr Kursziel von 50 Euro mit der Einstufung "Overweight".

Fazit

Die kommenden Monate werden die Richtung für die Bayer-Aktie diktieren. Kurzfristig müssen die Zahlen am 25. Februar belegen, dass die operative Trendwende greift. Mittelfristig liegt der Schlüssel jedoch in Washington: Sollte der Supreme Court bis Juni im Sinne des Konzerns entscheiden, würde dies eines der größten Risiken der letzten Jahre aus der Bilanz nehmen.

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