Jahrelang lastete der Glyphosat-Rechtsstreit wie ein Damoklesschwert über Bayer. Nun könnte ausgerechnet der US Supreme Court für eine Wende sorgen: Das höchste Gericht nimmt den Fall zur Prüfung an – und die Trump-Regierung stellt sich hinter den Leverkusener Konzern. Gleichzeitig meldet die Pharmasparte erste Erfolge.

Die wichtigsten Entwicklungen:

  • Supreme Court prüft Glyphosat-Fall „Monsanto v. Durnell" bis Juni 2026
  • Solicitor General empfiehlt Entscheidung zugunsten Bayers
  • Rund 65.000 Klagen noch anhängig
  • EU-Ausschuss empfiehlt Zulassungserweiterung für Herzmedikament Finerenon
  • Aktie seit Jahresbeginn über 20 Prozent im Plus

Entscheidung mit Signalwirkung

Am 16. Januar nahm der Oberste Gerichtshof den Fall „Monsanto v. Durnell" zur Prüfung an. Die zentrale Frage: Hätte Bayer Warnhinweise auf Roundup drucken müssen, obwohl die US-Umweltbehörde EPA das Mittel zugelassen hat? Bayer argumentiert, dass solche Warnungen dem Bundesrecht widersprechen würden.

Besonderes Gewicht erhält das Verfahren durch die Position der Trump-Regierung. Der Solicitor General, höchster Anwalt der US-Regierung, reichte bereits am 1. Dezember 2025 einen Amicus-Brief ein, der Bayers Rechtsauffassung unterstützt. Die Empfehlung lautet: Der Supreme Court soll den Fall annehmen und zugunsten des Konzerns entscheiden.

Ein positives Grundsatzurteil könnte vielen der noch offenen 65.000 Klagen die Grundlage entziehen. Bayer hat für Vergleiche bereits über zehn Milliarden Euro aufgewendet. Eine Entscheidung wird bis Juni 2026 erwartet.

Pharma-Sparte liefert Rückenwind

Parallel dazu meldet die Pharmasparte Fortschritte. Am 29. Januar erteilte der europäische Ausschuss für Humanarzneimittel eine positive Empfehlung für das Herzmedikament Finerenon. Das unter dem Namen Kerendia vertriebene Präparat soll künftig auch bei Herzinsuffizienz mit einer linksventrikulären Ejektionsfraktion von mindestens 40 Prozent zugelassen werden. Die finale Zustimmung der EU-Kommission gilt als Formsache.

Auf der JP Morgan Healthcare Conference am 13. Januar konkretisierte Bayer die strategischen Ziele: Bis spätestens 2027 soll die Pharmasparte ein mittleres einstelliges Wachstum erreichen. Die operative Marge soll bis 2030 auf etwa 30 Prozent steigen.

Vier Säulen der Wachstumsstrategie

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Als wichtigste Treiber nennt der Konzern:

Nubeqa: Das Prostatakrebs-Medikament verzeichnet steigende Nachfrage.

Kerendia: Mit der erweiterten Zulassung erschließt Finerenon neue Patientengruppen.

Beyonttra: Herzmedikament für eine seltene Herzerkrankung.

Asundexian: Zur Schlaganfall-Prävention – neue Daten folgen im Februar.

Marktreaktion: Aufholjagd auf niedrigem Niveau

Die Aktie reagierte deutlich auf die Entwicklungen. Mit einem Plus von über 20 Prozent seit Jahresbeginn gehört Bayer zu den stärksten DAX-Werten im Jahr 2026. Allerdings liegt der Kurs weiterhin weit unter dem Niveau vor der Monsanto-Übernahme 2018. Der RSI von 19,6 signalisiert eine stark überverkaufte Situation.

Am 25. Februar legt Bayer den Geschäftsbericht 2025 vor. Anleger werden insbesondere die Fortschritte beim Schuldenabbau und die operative Performance der einzelnen Segmente prüfen. Bereits am 6. Februar findet ein Investor-Webinar zu Asundexian statt – ein Medikament, das bei Erfolg die Produktpalette deutlich erweitern könnte.

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