2026 beginnt für Bayer mit Rückenwind aus zwei Richtungen: einer klaren Empfehlung von Goldman Sachs und steigenden Erwartungen an die Pharmasparte. Beides zusammen hat den Kurs spürbar nach oben gezogen und die Hoffnung auf ein Wendejahr genährt. Doch wie solide ist dieser neue Optimismus tatsächlich?

Goldman Sachs setzt ein Signal

Im Zentrum der jüngsten Bewegung steht die Aufnahme der Aktie in die „European Conviction List“ von Goldman Sachs. Diese Liste bündelt Werte, von denen die US-Investmentbank besonders überzeugt ist – ein deutliches Signal an große Adressen.

Die Folge: institutionelle Zuflüsse und ein spürbares Plus beim Vertrauen in den DAX-Konzern. Hintergrund ist vor allem:

  • Fortschreitende Restrukturierung des Konzerns
  • Wahrgenommene Bodenbildung im Vorjahr
  • Aufholpotenzial nach jahrelanger Schwächephase

Am Markt wird dieser Schritt als Bestätigung gewertet, dass die Neuausrichtung Wirkung zeigt. Flankiert wird das Ganze von einer bereits im Dezember erfolgten Kurszielanhebung durch JPMorgan auf 50 Euro, was die positive Analystenstimmung unterstreicht.

J.P. Morgan Conference rückt Pipeline in den Fokus

Parallel dazu erhöht Bayer die Schlagzahl in der Kommunikation zur Pharmasparte. Der Konzern hat seine Teilnahme an der 44. J.P. Morgan Healthcare Conference in San Francisco bestätigt.

Dort wird Stefan Oelrich, Vorstandsmitglied und Leiter der Division Pharmaceuticals, am Dienstag, den 13. Januar 2026, um 11:15 Uhr Ortszeit (20:15 Uhr MEZ) die Wachstumsstrategie und die Entwicklungspipeline vorstellen. Im Vorfeld spekuliert der Markt auf positive Updates zu potenziellen Blockbustern – ein weiterer Treiber für die aktuelle Kaufbereitschaft.

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Wichtige Punkte im Pharmabereich:

  • Präsentation der pharmazeutischen Wachstumsstrategie
  • Einblicke in zentrale Pipeline-Projekte
  • Erwartung möglicher konkreter Pipeline-Updates als Kurskatalysator

Ergänzend hat Bayer die strategische Partnerschaft mit dem US-Agrarkonzern ADM in Indien verlängert. Das gemeinsame Programm zur Unterstützung von Sojabauern in Maharashtra wird um drei Jahre ausgedehnt und soll künftig 100.000 Landwirte erreichen. Das ist ein Stabilitätssignal für das Crop-Science-Segment, auch wenn der Fokus der Anleger derzeit klar auf Pharma liegt.

2026 als Richtungsjahr

Die Kursentwicklung der vergangenen Monate zeigt, wie stark sich die Stimmung gedreht hat. Auf Sicht von zwölf Monaten liegt der Titel rund 93 % im Plus, gestern schloss die Aktie bei 38,20 Euro. Vom 52‑Wochen-Tief bei 19,62 Euro hat sich der Kurs damit fast verdoppelt, zum Hoch bei 42,22 Euro beträgt der Abstand dagegen noch gut 9 %.

Gleichzeitig bleibt 2026 ein entscheidendes Jahr im juristischen Hintergrundrauschen. Nach Jahren der Belastung durch die Glyphosat-Verfahren preisen Marktteilnehmer zunehmend ein mögliches „Endgame“-Szenario ein. Für die zweite Jahreshälfte wird eine richtungsweisende Entscheidung des US Supreme Court erwartet, die den Rechtskomplex deutlich strukturieren könnte. Vor diesem Hintergrund erscheint der aktuelle Aufbau von Positionen als Vorgriff auf diese Termine.

Charttechnisch signalisiert der Kurs eine ausgeprägte Erholung:
- Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt: rund 36,8 %
- Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt: knapp 16 %

Das deutet auf einen etablierten Aufwärtstrend hin, während der sehr niedrige RSI von 19,6 allerdings auf eine kurzfristig überverkaufte Situation im technischen Sinne schließen lässt, was nach der starken Bewegung eher eine Konsolidationsgefahr als einen Bruch des Trends anzeigt.

Ausblick: Nächste Wegmarke Mitte Januar

Kurzfristig richtet sich der Blick klar auf die Präsentation von Stefan Oelrich am 13. Januar. Liefern die dort vorgestellten Pipeline-Details eine Bestätigung der hohen Erwartungen, könnte das den positiven Trend untermauern und die Aktie näher an das 52‑Wochen-Hoch heranführen.

Auf der mittleren Zeitebene bleibt die Kombination aus laufender Restrukturierung, starker Pharmafokussierung und der anstehenden Supreme-Court-Entscheidung der zentrale Rahmen für die Bewertung. Gelingt es Bayer, den Newsflow im Pharmabereich mit substanziellen Daten zu hinterlegen, hätte das Jahr 2026 tatsächlich das Potenzial, vom Problemjahrgang der Vergangenheit zur sichtbaren Wende im Kursverlauf zu werden.

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