Strategy Aktie: Schwachstellen sichtbar
Wenn der Bitcoin-Preis unter den eigenen Einstand rutscht, wird es für große Corporate-Halter schnell ungemütlich. Genau in diese Phase ist Strategy geraten. Parallel versucht das Unternehmen, Investoren mit einer steuerlichen Klarstellung zu seinen Ausschüttungen bei der Stange zu halten.
Bitcoin unter Einstand – das drückt auf die Story
Auslöser der jüngsten Nervosität ist der Rücksetzer am Kryptomarkt: Bitcoin fiel laut Marktdaten vom 3. und 4. Februar unter die Marke von 76.000 US-Dollar. Das ist für Strategy aus einem simplen Grund heikel: Der Konzern hält 713.502 Bitcoin und liegt beim durchschnittlichen Kaufpreis bei rund 76.052 Dollar je Coin.
Damit sitzt das Unternehmen – erstmals in diesem Zyklus – auf einem nicht realisierten Buchverlust in der Bilanz. Analysten schätzen den „Papierverlust“ bei anhaltend gedrückten Kursen auf etwa 900 Millionen bis 1 Milliarde US-Dollar. Überraschend ist dabei weniger die Volatilität, sondern die Konsequenz: Strategy setzt die Aufstockungsstrategie trotzdem fort und kaufte zuletzt weitere 855 Bitcoin für 75,3 Millionen Dollar – finanziert über Aktienverkäufe.
Kurz gesagt: Die Wette bleibt groß, der Puffer wird kleiner.
Steuer-Update für Vorzugsinstrumente
Zusätzlich veröffentlichte Strategy am 3. Februar ein Update zur steuerlichen Behandlung von Ausschüttungen auf bevorzugte Eigenkapital-Instrumente („Digital Credit“). Laut Unternehmen werden 100% der in 2025 gezahlten Ausschüttungen für Zwecke der US-Bundessteuer als „Return of Capital“ eingestuft – also als Kapitalrückzahlung und nicht als steuerpflichtige Dividende. Das verschiebt die Steuerlast typischerweise bis zum Verkauf des Wertpapiers.
Auch hier hilft der Kontext bei der Einordnung:
- 2025 nahm Strategy über fünf IPOs dieser Instrumente 5,5 Mrd. US-Dollar ein
- Zusätzlich flossen 1,9 Mrd. US-Dollar über ATM-Programme (At-The-Market)
- Bisherige kumulierte Ausschüttungen: 413 Mio. US-Dollar
- Daraus ergibt sich eine annualisierte Rendite von rund 9,6%
Blick nach vorn: Quartalszahlen als nächster Test
Der Markt schaut nun auf den anstehenden Q4-Bericht, der diese Woche erwartet wird (je nach Quelle am 4. oder 5. Februar). Entscheidend dürfte sein, wie das Management die aktuelle Krypto-Volatilität adressiert – und ob es beim aggressiven Aufstockungskurs bleibt, obwohl die Bestände derzeit „unter Wasser“ liegen.
An der Börse ist der Druck sichtbar: Mit 112,50 € markiert die Aktie heute ihr 52-Wochen-Tief. Der Quartalsbericht in den nächsten ein bis zwei Tagen wird damit zum kurzfristig wichtigsten Orientierungspunkt, ob Strategy den Kurs weiter durchzieht – oder das Tempo anpasst.
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