Bayer Aktie: Wichtige Termine
Bei Bayer entscheidet sich in den nächsten Wochen weniger im Tagesgeschäft als an zwei anderen Fronten: vor Gericht in den USA und in der eigenen Forschung. Genau dort liegen die möglichen Kurstreiber – und auch die größten Unwägbarkeiten. Was bekommt zuerst mehr Gewicht: juristische Entlastung oder neue Pharmadaten?
Glyphosat: Blick nach Washington
Der zentrale Unsicherheitsfaktor bleibt der Glyphosat-Komplex in den USA. Im Fokus steht eine anstehende Entscheidung des Obersten Gerichtshofs zu einer Grundsatzfrage: Kann eine bundesweite Zulassung durch die US-Umweltbehörde EPA Klagen auf Ebene einzelner Bundesstaaten wegen unzureichender Warnhinweise ausschließen („Federal Preemption“)?
Ein für Bayer positives Signal könnte die rechtliche Position in Tausenden noch anhängigen Fällen stützen – weil sich die Argumentation in vielen Verfahren an genau dieser Frage aufhängt. Umgekehrt bleibt ohne Entlastung das juristische Thema als Dauerbremse präsent.
Die wichtigsten Punkte dazu:
- Entscheidung des US Supreme Court zur „Federal Preemption“-Frage rückt näher
- Kern: EPA-Zulassung vs. Warnhinweis-Klagen auf Bundesstaatenebene
- Relevanz: potenzieller Einfluss auf Tausende laufende Verfahren
Pharma-Pipeline: Asundexian und neue Partnerschaft
Parallel schaut der Markt auf die Pipeline. Denn langfristiges Wachstum hängt hier an neuen Medikamenten – inklusive belastbarer Studiendaten. Ein konkreter nächster Baustein: Bayer will positive Phase-III-Ergebnisse zum Wirkstoff Asundexian auf einer bevorstehenden internationalen Schlaganfall-Konferenz vorstellen.
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Zusätzlich setzt der Konzern ein Zeichen über Kooperationen: Eine neue, mehrjährige Forschungspartnerschaft mit dem Vanderbilt University Medical Center soll den Fokus auf Herz-Kreislauf- und Nierenerkrankungen stärken. Das ist kein kurzfristiger Umsatzhebel, aber ein klarer Hinweis, wo Bayer Forschungsprioritäten setzt.
Aktie: Nähe zum Hoch, RSI sehr niedrig
Kursseitig bleibt das Bild gemischt: Auf Monatssicht hat sich der Titel deutlich erholt, zuletzt gab es aber wieder leichten Gegenwind. Der Schlusskurs liegt heute bei 45,01 Euro und damit nur rund 3,7% unter dem 52‑Wochen‑Hoch. Auffällig ist der RSI (14 Tage) von 19,6, der rein technisch auf eine stark überverkaufte Lage hindeutet – auch wenn der Markt bei Bayer stark von Nachrichten abhängt.
Nächste Fixpunkte: Quartalszahlen und Hauptversammlung
Konkrete nächste Meilensteine sind die Veröffentlichung der Quartalszahlen sowie die jährliche Hauptversammlung; die Termine werden über den Finanzkalender kommuniziert. Inhaltlich dürften Anleger dort vor allem darauf achten, wie Bayer die beiden großen Themenblöcke einordnet: den Stand der US-Rechtslage rund um Glyphosat und die nächsten Schritte in der Pharma-Pipeline – inklusive Asundexian und weiterer Entwicklungsprogramme.
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