Bayer bekommt in den USA einen wichtigen Termin auf die Agenda – und genau der könnte die zähen Roundup-Verfahren in eine neue Richtung lenken. Der Supreme Court will einen zentralen Fall prüfen, die Entscheidung wird bis Juni erwartet. Wie groß ist das Potenzial, die juristische Unsicherheit zu reduzieren?

Supreme Court prüft Roundup-Fall

Am 16. Januar kündigte der US Supreme Court an, den Fall „Durnell“ zur Prüfung anzunehmen. Dabei geht es um die Klage eines Mannes, der nach jahrelanger Roundup-Exposition an Non-Hodgkin-Lymphom erkrankt sein will. Im Kern steht eine Grundsatzfrage: Können bundesstaatliche Vorschriften zur Pestizid-Kennzeichnung Klagen nach einzelstaatlichem Recht ausschließen?

Bayer begrüßte den Schritt. Das Unternehmen argumentiert, es habe nach Vorgaben der US-Umweltbehörde EPA keine Krebswarnung auf Roundup-Produkten anbringen dürfen. Die Richterentscheidung wird bis Juni 2026 erwartet.

Was das für die Klagewelle bedeutet

Der Fall ist nicht nur juristische Theorie, sondern berührt direkt das große Litigation-Paket. In den USA sieht sich Bayer laut Reuters aktuell mit rund 65.000 aktiven Roundup-Klagen konfrontiert. Gleichzeitig hat der Konzern bereits in etwa 132.000 Fällen Vergleiche geschlossen und dafür rund 11 Milliarden US-Dollar gezahlt.

Ein positives Urteil könnte nach Einschätzung im Quelltext einen großen Teil der verbleibenden Klagen beenden – und damit einen zentralen Unsicherheitsfaktor für den Kurs zumindest einhegen.

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Die wichtigsten Fakten auf einen Blick:
- Supreme Court: Fall „Durnell“ wird geprüft, Entscheidung bis Juni 2026 erwartet
- Roundup-Litigation: rund 65.000 aktive Klagen in den USA
- Vergleiche bisher: etwa 132.000 Fälle für rund 11 Mrd. USD beigelegt
- Nächster Berichtstermin: 25. Februar 2026 (Geschäftsbericht 2025 / Q4-Zahlen)

Blick nach vorn: Quartalszahlen und Umbauprogramm

Neben der Rechtsschiene rücken schon in wenigen Wochen die Zahlen in den Vordergrund: Bayer hat den 25. Februar 2026 als Termin für den Geschäftsbericht 2025 und die Quartalszahlen bestätigt, inklusive Financial News Conference am selben Tag.

Auch die Restrukturierung läuft weiter. Im Programm „Dynamic Shared Ownership“ wurden laut PharmExec bis August 2025 bereits 12.000 Stellen abgebaut. Ziel sind jährliche Einsparungen von 2,3 Milliarden US-Dollar bis 2026. CEO Bill Anderson hatte im März 2025 laut Reuters eine Verbesserung der Geschäftsentwicklung ab 2026 in Aussicht gestellt.

Am Markt spiegelt sich die Hoffnung auf Fortschritte bei den Rechtsrisiken bereits wider: Der Schlusskurs von gestern lag bei 45,01 Euro, zuletzt blieb die Aktie zwar unter dem jüngsten 52‑Wochen‑Hoch, kommt aber auf +18,43% seit Jahresanfang und +114,56% auf 12 Monate.

Unmittelbar greifbar sind jetzt zwei Fixpunkte: Am 25. Februar liefern die Zahlen den nächsten Statuscheck – und bis Juni 2026 könnte der Supreme Court mit seinem Urteil den Rahmen für einen großen Teil der offenen Roundup-Verfahren setzen.

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