BASF Aktie: Ungewisse Tage!
BASF schraubt den Rotstift an. Der DAX-Konzern hat sein Kostensenkungsprogramm deutlich ausgeweitet und die Investitionsplanung zusammengestrichen. Gleichzeitig bleibt der Ausblick für 2026 hinter den Markterwartungen zurück – was die Aktie unter Druck setzt.
Prognose verfehlt Erwartungen
Für 2026 peilt BASF ein EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro an. Der Mittelpunkt dieser Spanne liegt rund sieben Prozent unter den Analystenschätzungen. CEO Markus Kamieth machte deutlich, dass weder eine rasche Markterholung noch eine Entspannung der geopolitischen Lage einkalkuliert ist.
Besonders das erste Quartal verlief schwach. Außerhalb Chinas blieben die Mengen deutlich hinter den Erwartungen zurück, vor allem im Januar. Hinzu kommt: Ein schwacher US-Dollar könnte das operative Ergebnis im Auftaktquartal um bis zu 200 Millionen Euro belasten.
2025: Umsatz und EBITDA rückläufig
Das abgelaufene Geschäftsjahr zeigt die operative Herausforderung. Das EBITDA vor Sondereinflüssen sank um 9,5 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro, der Umsatz ging um 2,9 Prozent auf 59,7 Milliarden zurück. Dass der Gewinn dennoch von 1,3 auf 1,6 Milliarden Euro kletterte, lag an einem Sonderertrag aus Staatsgarantien im Zusammenhang mit früheren Russlandaktivitäten der Tochter Wintershall Dea.
Die Segmente entwickeln sich unterschiedlich: Während Nutrition & Care sowie Chemicals deutlich zulegen sollen, erwartet der Konzern für Materials und Agricultural Solutions währungsbedingt Rückgänge.
Kosten runter, Investitionen gedrosselt
BASF erhöht das Sparziel von ursprünglich 1,6 auf nun 2,3 Milliarden Euro jährlich bis Ende 2026. Die Run-Rate lag Ende 2025 bereits bei 1,7 Milliarden Euro. Parallel dazu kürzt der Konzern die Sachinvestitionen für den Zeitraum 2026 bis 2029 um 20 Prozent auf 13 Milliarden Euro.
Die Belegschaft schrumpfte um rund 4.800 auf 108.251 Mitarbeiter – ohne Berücksichtigung von etwa 1.000 Neueinstellungen am chinesischen Standort Zhanjiang. Der Portfolioumbau geht weiter: Ende Februar wurde der Verkauf des Optical-Brightening-Agent-Geschäfts an Catexel abgeschlossen, rund 80 Mitarbeiter wechselten mit. Die Agrarsparte soll bis 2027 börsenreif werden, der Verkauf des Lackgeschäfts im zweiten Quartal 2026 finalisiert werden.
Dividende stabil trotz schwachem Cashflow
Für 2025 sind erneut 2,25 Euro je Aktie vorgesehen. Problematisch bleibt die Deckung: Der Free Cashflow lag bei lediglich 1,34 Milliarden Euro und reicht damit nicht aus, um die Ausschüttungssumme von rund 2 Milliarden Euro vollständig zu decken. Für 2026 prognostiziert BASF einen Anstieg auf 1,5 bis 2,3 Milliarden Euro.
Parallel läuft das Aktienrückkaufprogramm: In der Woche vom 23. bis 27. Februar erwarb der Konzern 673.113 eigene Aktien. Das Programm umfasst bis zu 1,5 Milliarden Euro bis Ende Juni 2026 und ist Teil eines Gesamtvolumens von mindestens 4 Milliarden Euro bis 2028. Die Nettoschulden sanken auf 18,33 Milliarden Euro, was dem 3,2-fachen des bereinigten EBITDA entspricht.
Aktie unter Druck
Der Ludwigshafener Konzern stellt sich auf ein weiteres Übergangsjahr ein. Ob die verschärften Sparmaßnahmen und der Portfolioumbau ausreichen, hängt maßgeblich von der globalen Nachfrageentwicklung ab – besonders außerhalb Chinas bleibt das Umfeld angespannt.
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