BASF Aktie: Ausblick bremst
BASF liefert mit den finalen Zahlen für 2025 und dem Ausblick auf 2026 ein Bild mit zwei Gesichtern: Unter dem Strich steht zwar mehr Gewinn, operativ bleibt das Umfeld aber zäh – und der Vorstand dämpft die Hoffnung auf eine schnelle Erholung. Wie viel zählt der Umbau mit höheren Sparzielen, wenn die Märkte kurzfristig nicht mitspielen?
2025: Operativ schwächer – Gewinn durch Sondereffekt
2025 ging der Umsatz um knapp drei Prozent auf rund 59,7 Mrd. Euro zurück. Auch das EBITDA vor Sondereinflüssen sank um 9,5% auf 6,554 Mrd. Euro. BASF verweist dabei auf negative Währungseffekte.
Trotzdem stieg der auf die Aktionäre entfallende Gewinn von 1,3 Mrd. auf 1,6 Mrd. Euro. Der entscheidende Treiber war ein Sonderertrag: Aus Staatsgarantien im Zusammenhang mit früheren Russlandaktivitäten der Tochter Wintershall Dea flossen laut Geschäftsbericht rund 1,3 Mrd. Euro an BASF.
2026: Breite Spanne – und der Dollar als Gegenwind
Für 2026 erwartet der Konzern ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 6,2 bis 7,0 Mrd. Euro (nach 6,6 Mrd. Euro in 2025). Dass der Mittelpunkt dieser Spanne unter den Markterwartungen lag, drückte auf die Stimmung.
CEO Markus Kamieth stellte klar, dass kurzfristig weder eine nennenswerte Markterholung noch eine deutliche Entspannung der geopolitischen Lage eingepreist wird. Der Start ins erste Quartal sei „herausfordernd“ gewesen, mit schwachen Mengen außerhalb Chinas – vor allem im Januar.
Zusätzlicher Faktor: der Devisenmarkt. Ein schwacher US-Dollar könnte das operative Ergebnis im ersten Quartal laut BASF um bis zu 200 Mio. Euro belasten. Differenziert fällt der Blick auf die Segmente aus: Nutrition & Care sowie Chemicals sollen deutlich zulegen, Industrial Solutions leicht. Materials und Agricultural Solutions erwartet BASF währungsbedingt etwas schwächer. Bei Surface Technologies rechnet der Konzern mit einem deutlichen Rückgang, unter anderem wegen positiver Einmaleffekte im Bereich Environmental Catalyst and Metal Solutions im Vorjahr.
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Sparprogramm, Investitionen und Kapitalrückgabe
BASF zieht die Kostenschraube fester an: Bis Ende 2026 sollen die jährlichen Einsparungen nun 2,3 Mrd. Euro erreichen (zuvor 2,1 Mrd. Euro). Ende 2025 lag die Einsparrate bereits bei 1,7 Mrd. Euro. Ein Schwerpunkt bleibt die Verwaltung – inklusive Stellenabbau und der Verlagerung von Funktionen aus Deutschland nach Asien, etwa nach Indien und Malaysia. Die Belegschaft sank auf 108.251 Mitarbeitende (rund 4.800 weniger, ohne etwa 1.000 Neueinstellungen in Zhanjiang/China).
Parallel drosselt der Konzern die Sachinvestitionen: Für 2026 bis 2029 sind 13 Mrd. Euro geplant, 20% weniger als ursprünglich prognostiziert.
Bei der Kapitalrückgabe bleibt BASF auf Kurs. Die Dividende soll mindestens 2,25 Euro je Aktie betragen; für 2025 sind erneut 2,25 Euro vorgesehen. Zudem läuft seit November 2025 bis Ende Juni 2026 ein Aktienrückkauf von bis zu 1,5 Mrd. Euro als Teil eines Programms von mindestens 4 Mrd. Euro bis Ende 2028. Die Nettoschulden sanken auf 18,3 Mrd. Euro; laut CFO Dirk Elvermann sollen 2026 zudem Portfolioerlöse zur weiteren Stärkung der Finanzposition beitragen.
Am Markt spiegelt sich die gemischte Lage auch in der Kursentwicklung: Der Schlusskurs vom Freitag lag bei 48,55 Euro, damit rund 10% unter dem 52‑Wochen‑Hoch von 53,98 Euro.
Im Kalender wird es konkret: Spätestens bis Ende Juni 2026 liefert der laufende Aktienrückkauf einen messbaren Gradmesser für BASFs Kapitalrückgabe, während der operative Pfad über 2026 hinweg am EBITDA-Korridor von 6,2 bis 7,0 Mrd. Euro und den avisierten Kosteneinsparungen von 2,3 Mrd. Euro bis Ende 2026 gemessen wird.
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