BASF hat den Verkauf seines Optical-Brightening-Agent-Geschäfts an Catexel abgeschlossen und setzt den Konzernumbau konsequent fort. Doch die operative Entwicklung bleibt angespannt: Der Ausblick für 2026 liegt deutlich unter den Erwartungen der Analysten, während der Chemiekonzern gleichzeitig sein Sparprogramm massiv ausweitet.

Geschäft verkauft, Aktienrückkauf läuft

Ende Februar ging das Optical-Brightening-Agent-Geschäft inklusive der Produktion am Standort Monthey in der Schweiz an Catexel über. Rund 80 Mitarbeiter wechseln zur Care-Chemicals-Plattform der International Chemical Investors Group. Die finanziellen Details hält BASF unter Verschluss.

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Parallel kaufte der Konzern zwischen dem 23. und 27. Februar 673.113 eigene Aktien über Xetra zurück. Das laufende Programm umfasst bis zu 1,5 Milliarden Euro bis Ende Juni 2026 – Teil eines Gesamtvolumens von mindestens 4 Milliarden Euro bis 2028. Finanziert werden die Rückkäufe durch Portfolioerlöse.

Gedämpfter Ausblick belastet Kurs

Der Ausblick für 2026 enttäuschte die Börse. BASF erwartet ein EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro. Der Mittelpunkt von 6,6 Milliarden Euro verfehlt die Analystenschätzungen von rund 7,0 Milliarden Euro deutlich. CEO Markus Kamieth machte wenig Hoffnung: „Aus heutiger Sicht rechnen wir kurzfristig weder mit einer nennenswerten Markterholung noch mit einer deutlichen Entspannung der geopolitischen Lage."

Besonders das erste Quartal gestaltet sich schwierig. Außerhalb Chinas entwickelten sich die Mengen im Januar schwach, hinzu kommt ein Währungsgegenwind von bis zu 200 Millionen Euro. Während Nutrition & Care sowie Chemicals deutlich zulegen sollen, erwartet BASF bei Materials und Agricultural Solutions währungsbedingte Rückgänge.

Kosten runter, Investitionen gekappt

Das Sparprogramm wird verschärft: Bis Ende 2026 soll die jährliche Run-Rate bei Kosteneinsparungen auf 2,3 Milliarden Euro steigen – deutlich mehr als die bereits Ende 2025 erreichten 1,7 Milliarden Euro. Die kumulierten Einmalkosten dafür beziffert der Konzern auf 1,9 Milliarden Euro. Die Belegschaft schrumpfte bereits um 4.800 Mitarbeiter, weitere Verwaltungsfunktionen werden nach Indien verlagert.

Auch bei den Sachinvestitionen dreht BASF die Schraube an: Für 2026 bis 2029 sind 13 Milliarden Euro vorgesehen – 20 Prozent weniger als ursprünglich geplant. Die Dividende für 2025 soll mit 2,25 Euro je Aktie stabil bleiben, während der Free Cashflow zwischen 1,5 und 2,3 Milliarden Euro erwartet wird.

Umbau geht weiter

Der strukturelle Portfolioumbau nimmt Fahrt auf. Die Agrarsparte soll bis 2027 börsenreif werden, der Verkauf des Lackgeschäfts dürfte im zweiten Quartal 2026 über die Bühne gehen. CFO Dirk Elvermann verweist auf gesunkene Nettoschulden von 18,33 Milliarden Euro, was einem Verhältnis von 3,2-fachen Nettoschulden zum bereinigten EBITDA entspricht.

Das Geschäftsjahr 2025 wurde zwar durch einen Sonderertrag von rund 1,3 Milliarden Euro aus Staatsgarantien für frühere Russlandaktivitäten gestützt. Operativ jedoch sank das EBITDA vor Sondereinflüssen um 9,5 Prozent auf 6,554 Milliarden Euro, der Umsatz ging um 2,9 Prozent auf 59,657 Milliarden Euro zurück.

Der Markt reagierte verhalten: Die Aktie verlor am Freitag drei Prozent. Ob die Kombination aus Portfoliobereinigung, verschärftem Sparkurs und reduzierten Investitionen ausreicht, um die operative Schwäche zu überwinden, wird sich im Jahresverlauf zeigen müssen.

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