Barrick Mining startet 2026 mit Rekord-Cashflows, einer neuen Dividendenpolitik und einem ambitionierten Plan: Die nordamerikanischen Gold-Assets sollen durch einen Börsengang abgespalten werden. Doch der Joint-Venture-Partner Newmont macht Ärger.

Historisches Q4 2025

Das vierte Quartal 2025 markiert einen Wendepunkt. Der operative Cashflow erreichte 2,73 Milliarden Dollar, der freie Cashflow 1,62 Milliarden Dollar – ein Plus von 13 Prozent beziehungsweise 9 Prozent gegenüber Q3. Der Gewinn je Aktie kletterte auf 1,43 Dollar, bereinigt auf 1,04 Dollar – ein Anstieg von 88 Prozent und 79 Prozent im Quartalsvergleich.

Barrick produzierte 871.000 Unzen Gold und 62.000 Tonnen Kupfer im Quartal bei einem Umsatz von 6,00 Milliarden Dollar. Für das Gesamtjahr meldete das Unternehmen 7,7 Milliarden Dollar operativen Cashflow und 3,9 Milliarden Dollar freien Cashflow – 194 Prozent mehr als im Vorjahr. Bemerkenswert: Diese Zahlen kamen zustande, obwohl das Goldverkaufsvolumen 2025 um 13 Prozent zurückging und einer der Schlüssel-Assets den Großteil des Jahres nicht operierte.

Nevada Gold Mines steigerte die Produktion in Q4 deutlich, angeführt von einem 25-prozentigen Plus in Carlin gegenüber Q3. Pueblo Viejo erreichte einen neuen Durchsatz-Rekord, belastet allerdings durch reduzierte Ausbeuten aus gelagertem Material.

NewCo: Der strategische Neustart

Das bedeutendste Vorhaben für 2026 ist die IPO-Entscheidung. Am 1. Dezember 2025 autorisierte der Vorstand die Abspaltung der nordamerikanischen Gold-Assets in eine neue Gesellschaft – „NewCo". Nach umfassender Analyse stuft das Board den Börsengang als optimalen Weg zur Wertmaximierung ein. Der Prozess soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein.

NewCo wird die Joint-Venture-Beteiligungen an Nevada Gold Mines und Pueblo Viejo sowie das vollständig im Besitz befindliche Fourmile-Goldprojekt in Nevada umfassen. Barrick plant, eine bedeutende Mehrheitsbeteiligung an NewCo zu behalten. CEO Mark Hill kündigte an, 10 bis 15 Prozent der neuen Gesellschaft zu verkaufen.

Robert Samek wurde in den Vorstand berufen und verstärkt die Audit- und Vergütungsausschüsse. Mark Hill wurde aufgrund der starken Geschäftsentwicklung zum Präsident und CEO ernannt und in den Vorstand aufgenommen.

Dividenden-Offensive

Die neue Dividendenpolitik sieht eine Ausschüttung von 50 Prozent des zurechenbaren freien Cashflows vor – aufgeteilt in eine feste Quartalsdividende von 0,175 Dollar je Aktie plus einer leistungsabhängigen Jahresendkomponente.

Die Q4-Dividende beträgt 0,42 Dollar je Aktie, zahlbar am 16. März 2026 an Aktionäre mit Stichtag 27. Februar 2026. Auf Jahresbasis entspricht das 1,68 Dollar und einer Rendite von 3,3 Prozent – eine deutliche Steigerung gegenüber der bisherigen Quartalsdividende von 0,18 Dollar.

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Zusätzlich kaufte Barrick in Q4 rund 12,11 Millionen eigene Aktien zurück. Im Gesamtjahr wurden etwa 51,90 Millionen Aktien – circa 3,0 Prozent der ausstehenden Anteile – für 1,5 Milliarden Dollar zurückgekauft.

Streit mit Newmont

Der IPO-Plan stößt auf Widerstand. Newmont schickte Barrick eine Verzugsmitteilung, nachdem Hinweise auf angebliches Missmanagement beim Nevada-Joint-Venture aufgetaucht waren. Der Vorwurf: Barrick habe Ressourcen vom Gemeinschaftsunternehmen abgezogen, um das eigene Fourmile-Projekt zu begünstigen.

Newmont betont, dass jede Transaktion die in den Joint-Venture-Vereinbarungen festgelegten Schutzrechte respektieren müsse, einschließlich Übertragungsbeschränkungen. Das Hauptproblem sei die Geschäftsführung von Nevada Gold Mines, deren Performance und Anlagenwert sich in den vergangenen sechs Jahren verschlechtert hätten.

Diese Auseinandersetzung schafft rechtliche Komplexität. Newmont könnte sein Vorkaufsrecht auf die Nevada-Assets geltend machen, sollte der Börsengang als Kontrollwechsel eingestuft werden.

Wachstumspipeline Fourmile

Beim vollständig zu Barrick gehörenden Fourmile-Projekt in Nevada gelang es dem Team, die ausgewiesenen Goldressourcen zum zweiten Mal in Folge zu verdoppeln. Aktuell werden 2,6 Millionen Unzen angezeigte Ressourcen (4,6 Millionen Tonnen mit 17,59 Gramm pro Tonne) und 13 Millionen Unzen vermutete Ressourcen (25 Millionen Tonnen mit 16,9 Gramm pro Tonne) gemeldet. Die Explorationsausgaben sollen 2026 auf 150 bis 160 Millionen Dollar steigen, verglichen mit 91 Millionen Dollar in 2025.

Die Lumwana-Erweiterung liegt leicht vor dem Zeitplan, die Lieferungen der Mining-Flotte für 2026 laufen bereits.

Für 2026 prognostiziert Barrick eine Goldproduktion von 2,90 bis 3,25 Millionen Unzen bei All-in Sustaining Costs von 1.760 bis 1.950 Dollar je Unze. Die Kupferproduktion soll 190.000 bis 220.000 Tonnen erreichen. 2025 lag die tatsächliche Goldproduktion bei 3,26 Millionen Unzen (3,03 Millionen ohne die veräußerten Assets Hemlo und Tongon).

Marktumfeld und Bewertung

Der Goldpreis notiert Anfang März 2026 fest über 5.000 Dollar je Unze – ein Umfeld, das Barricks Ertragskraft massiv verstärkt. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 114 Milliarden Dollar gehört Barrick zu den größten Goldproduzenten weltweit. Die Aktie hat das Anlegervermögen in den vergangenen zwölf Monaten verdreifacht.

22 Analysten bewerten die Aktie laut MarketBeat Ratings im Konsens mit „Moderate Buy". Drei stufen sie mit „Hold" ein, 17 mit „Buy" und zwei mit „Strong Buy". Das durchschnittliche Zwölfmonatskursziel liegt bei 55,25 Dollar.

Der IPO bleibt abhängig von Marktbedingungen, behördlicher Genehmigung und finaler Board-Zustimmung. Wie Barrick den Newmont-Konflikt löst und die NewCo-Notierung umsetzt, wird die Ausrichtung des Konzerns – und die Aktienbewertung – auf Jahre prägen.

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