BASF navigiert durch ein anspruchsvolles Jahr: Auf der einen Seite drücken Währungseffekte und wegfallende Sondereffekte auf das operative Ergebnis, auf der anderen Seite treibt der Konzern Kostensenkungen, Portfoliobereinigung und neue Nachhaltigkeitsprodukte konsequent voran. Wie gut trägt diese Strategie?

Der Chemiekonzern erwartet für 2026 ein EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro – nach 6,6 Milliarden im Vorjahr. Allein die Schwäche des US-Dollars könnte das operative Ergebnis im ersten Quartal um bis zu 200 Millionen Euro belasten. Hinzu kommen wegfallende Vorziehbestellungen, die das Jahr 2025 noch gestützt hatten, sowie steigende US-Zölle, die globale Güterströme umlenken.

Restrukturierung zeigt erste Ergebnisse

Gegen diesen Gegenwind stemmt sich BASF mit einem umfassenden Umbau. Bis Ende 2025 erzielte der Konzern jährliche Kosteneinsparungen von 1,7 Milliarden Euro – bis Ende 2026 soll dieser Wert auf 2,3 Milliarden Euro steigen. Seit Ende 2023 wurden bereits 4.800 Stellen abgebaut, weitere Kürzungen in Verwaltung und IT sind geplant. Gleichzeitig werden Sachinvestitionen für 2026 bis 2029 um 20 Prozent auf 13 Milliarden Euro reduziert.

Beim Portfolioumbau macht BASF ebenfalls Fortschritte: Der Verkauf des Geschäfts mit optischen Aufhellern ist abgeschlossen, die Lacksparte soll im zweiten Quartal 2026 folgen.

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Neue Produktlinie und laufender Aktienrückkauf

Parallel dazu erschließt BASF Nachhaltigkeitsanforderungen als Wachstumsfeld. Die Intermediates-Sparte hat neue Produktvarianten mit reduziertem Product Carbon Footprint für Butandiol, Tetrahydrofuran und weitere Zwischenprodukte eingeführt. Sie erzielen mindestens 10 Prozent weniger CO₂-Emissionen gegenüber den Standardprodukten – bei unveränderter Produktleistung. Kunden aus Automotive, Pharma und Elektronik können ihre Scope-3-Emissionen damit senken, ohne eigene Prozesse anzupassen.

Das laufende Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 1,5 Milliarden Euro läuft ebenfalls planmäßig: Seit dem Start im November 2025 wurden bereits rund 17,6 Millionen Aktien zurückgekauft. Das Programm ist Teil eines Gesamtvolumens von 4 Milliarden Euro bis Ende 2028; insgesamt plant BASF, zwischen 2025 und 2028 mindestens 12 Milliarden Euro an Aktionäre zurückzugeben. Die Dividende bleibt mit 2,25 Euro je Aktie stabil, der Ex-Dividenden-Tag ist auf den 4. Mai 2026 terminiert.

Die Aktie notiert aktuell rund 13 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch vom März 2025, hat sich aber deutlich vom April-Tief erholt und liegt knapp oberhalb des 200-Tage-Durchschnitts. Das Jahr 2026 bleibt für BASF ein Übergangsjahr, in dem Kostendisziplin und Portfoliobereinigung die Basis für eine nachhaltigere Ertragsentwicklung legen sollen – sichtbare Ergebnisse dieser Bemühungen dürften sich spätestens in den Halbjahreszahlen zeigen.

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