BASF Aktie: Rückkäufe federn Skepsis ab
Der Chemiekonzern zieht derzeit verschiedene Register, um den Unternehmenswert in einem schwierigen Marktumfeld zu stützen. Neben einem laufenden Milliarden-Rückkaufprogramm schärft das Management das eigene Portfolio und erhöht die internen Sparziele. Trotz dieser aktiven Gegenmaßnahmen sorgt der verhaltene Gewinnausblick für tiefgreifende Meinungsverschiedenheiten unter Branchenexperten.
Portfolio-Umbau und Aktienrückkäufe laufen
Die jüngste Wasserstandsmeldung zum bis 2028 angelegten Rückkaufprogramm lieferte am Montag positive Impulse. Allein zwischen dem 16. und 20. März erwarb das Unternehmen weitere 15.000 Anteilsscheine. Damit wächst das Gesamtvolumen der seit November 2025 zurückgekauften Papiere auf rund 18,5 Millionen Stück an. Parallel dazu trennt sich der Konzern von Randbereichen. So wechselt das Aseptrol-Technologieportfolio zum Käufer Oxidium, während der Verkauf des Geschäfts mit optischen Aufhellern an Catexel bereits abgeschlossen ist. Diese Schritte sollen das Wachstum in den priorisierten Kernsegmenten stärken. Gestützt von den Rückkäufen verabschiedete sich der Titel gestern mit einem Schlusskurs von 47,23 Euro aus dem Handel und verbucht damit seit Jahresanfang ein moderates Plus von 5,57 Prozent.
Höhere Sparziele treffen auf verhaltene Prognose
Auf der operativen Seite verschärft das Management den Sparkurs. Das Kostensenkungsziel bis Ende 2026 wurde von 2,1 auf 2,3 Milliarden Euro angehoben. Jedoch trübt der Ausblick für das laufende Jahr die Stimmung. Die Prognose für das EBITDA vor Sondereinflüssen liegt mit 6,2 bis 7,0 Milliarden Euro selbst am oberen Ende unter dem durchschnittlichen Analystenkonsens von 7,02 Milliarden Euro. Als wesentlichen Belastungsfaktor identifizierte das Unternehmen einen schwächeren US-Dollar, der allein im ersten Quartal einen negativen Währungseffekt von rund 200 Millionen Euro verursachen könnte.
Analysten extrem uneins
Diese Diskrepanz zwischen internen Optimierungsmaßnahmen und externem Gegenwind spiegelt sich in einer bemerkenswerten Spanne der Analysteneinschätzungen wider:
- J.P. Morgan: Einstufung "Underweight" mit Kursziel 36 Euro aufgrund fehlender Hinweise auf eine Gewinnwende.
- UBS: Votum "Neutral" bei einem leicht gesenkten Ziel von 47 Euro wegen anhaltender Überversorgung in den Kernmärkten.
- Goldman Sachs: Bewertung "Buy" mit Kursziel 62 Euro, begründet mit strukturellen Kostenhebeln und langfristigem Erholungspotenzial.
Die nächste konkrete Richtungsentscheidung steht am 30. April 2026 an. Auf der Hauptversammlung in Mannheim plant das Management eine stabile Dividende von 2,25 Euro je Aktie vorzuschlagen. Gleichzeitig wird der Konzern an diesem Termin die Zahlen für das erste Quartal präsentieren, die erste belastbare Fakten zum Fortschritt des Sparprogramms und zur tatsächlichen Belastung durch die Währungseffekte liefern werden.
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