Nach zähen Verhandlungen steht der neue Tarifvertrag für die deutsche Chemieindustrie. Für den Branchenprimus BASF bedeutet der Kompromiss zwischen IG BCE und BAVC vor allem eines: dringend benötigte Planungssicherheit in einer anhaltenden Strukturkrise. Der maßvolle Abschluss verschafft dem Management nun den nötigen Spielraum, um das laufende Sparprogramm weiter voranzutreiben.

Die erzielte Einigung spiegelt die angespannte Lage der Branche wider. Bis Ende des Jahres bleiben die Entgelte der 585.000 Beschäftigten unverändert. Erst im Januar 2027 steigen die Löhne um 2,1 Prozent, ein Jahr später folgen weitere 2,4 Prozent. Bemerkenswert ist der starke Fokus auf die Standortsicherung. Die Unternehmen zahlen jährlich 300 Euro pro Mitarbeiter in einen Fonds, der künftig gezielt Projekte zur Umqualifizierung oder zur direkten Rettung von Arbeitsplätzen finanzieren soll.

Sparprogramm trifft auf Kaufsignale

Für den Ludwigshafener Konzern kommt die 27-monatige Laufzeit des Vertrages zur rechten Zeit. Das Management hat die eigenen Kostensenkungsziele zuletzt auf 2,3 Milliarden Euro bis Ende 2026 angehoben. Die nun fixierten Personalkosten erleichtern die Umsetzung dieser ambitionierten Pläne erheblich. An der Börse honorierten Anleger die jüngste Entwicklung bereits. Der Kurs kletterte auf aktuell 49,92 Euro und ließ damit den viel beachteten 50-Tage-Durchschnitt bei 47,65 Euro hinter sich.

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Nächster Prüfstein Ende April

Den nächsten konkreten Einblick in die operative Geschäftsentwicklung liefert das Management am 30. April 2026. Auf der ordentlichen Hauptversammlung steht neben der Abstimmung über die Dividende von 2,25 Euro je Anteilsschein die Präsentation der Ergebnisse des ersten Quartals auf der Agenda. Diese Bilanz wird den tatsächlichen Einfluss der jüngsten Währungseffekte beziffern und den Fortschritt der beschleunigten Kostensenkungen schwarz auf weiß belegen.

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