BASF hat den Verkauf seines Optical-Brightening-Agent-Geschäfts abgeschlossen – doch die Aufmerksamkeit der Anleger gilt dem Ausblick für 2026. Der Ludwigshafener Chemiekonzern enttäuschte mit einer Prognose, die deutlich hinter den Markterwartungen zurückbleibt. Die Aktie geriet unter Druck.

Prognose verfehlt Konsensus

Für das Gesamtjahr 2026 stellt BASF ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 6,2 bis 7,0 Milliarden Euro in Aussicht. Der Mittelpunkt von 6,6 Milliarden Euro liegt rund 7 Prozent unter den Analystenschätzungen von 7,0 Milliarden Euro. Vorstandschef Markus Kamieth macht wenig Hoffnung auf eine baldige Besserung: Man erwarte weder eine deutliche konjunkturelle Belebung noch eine Entspannung geopolitischer Spannungen. Hinzu kommt ein Währungsgegenwind von 200 Millionen Euro im ersten Quartal.

Die Nachricht kam an der Börse nicht gut an. Die Aktie verlor nach der Veröffentlichung rund 3 Prozent.

Umbau geht weiter – Kosten steigen

Der Konzern verschärft seinen Sparkurs und strebt nun jährliche Einsparungen von 2,3 Milliarden Euro bis Ende 2026 an. Die einmaligen Kosten dafür summieren sich auf 1,9 Milliarden Euro. Bereits erreicht wurden Kosteneinsparungen mit einer jährlichen Laufrate von 1,7 Milliarden Euro – 100 Millionen Euro über dem ursprünglichen Ziel.

Parallel kürzt BASF das Investitionsbudget für 2026 bis 2029 um 20 Prozent auf 13 Milliarden Euro. Seit Ende 2023 wurden 4.800 Stellen abgebaut, weitere Kürzungen in Verwaltung und IT stehen bevor. Funktionen wandern in neue Hubs nach Indien und Malaysia.

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Portfoliobereinigung schreitet voran

Ende Februar schloss BASF den Verkauf des Optical-Brightening-Agent-Geschäfts an Catexel ab. Rund 80 Mitarbeiter wechselten zum neuen Eigentümer, darunter die Produktion am Standort Monthey in der Schweiz. Die finanziellen Details blieben vertraulich.

Die Transaktion fügt sich in eine umfassendere Strategie: Die Agrarsparte soll bis 2027 börsenreif werden, der Verkauf des Lackgeschäfts steht im zweiten Quartal an. CFO Dirk Elvermann kündigte an, einen wesentlichen Teil der Casherlöse zur weiteren Stärkung der Bilanz zu nutzen. Die Nettoverschuldung sank bereits auf 18,33 Milliarden Euro.

Dividende stabil trotz schwachem Cashflow

Trotz eines Free Cashflows von nur 1,342 Milliarden Euro – deutlich unter der jährlichen Ausschüttungssumme von rund 2 Milliarden Euro – schlägt BASF eine unveränderte Dividende von 2,25 Euro je Aktie vor. Finanziert wird dies unter anderem durch Verkaufserlöse, die auch ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu 1,5 Milliarden Euro zwischen November 2025 und Ende Juni 2026 speisen. Bis 2028 sollen mindestens 12 Milliarden Euro über Dividenden und Rückkäufe an die Aktionäre fließen.

Der Konzernumbau läuft auf Hochtouren – doch die Rahmenbedingungen bleiben schwierig. Entwicklungen in China und die Energiepreissituation in Europa dürften den weiteren Kurs maßgeblich beeinflussen.

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