Metaplanet Aktie: Kehrtwende ausbleibend?
Metaplanet sieht in Japan Rückenwind für „Bitcoin-Treasuries“ bei börsennotierten Unternehmen. Gleichzeitig zeigt der jüngste Jahresabschluss ein extremes Spannungsfeld: operativ starkes Wachstum – aber ein Rekordverlust, ausgelöst durch Bewertungsabschläge auf die eigenen Bitcoin-Bestände. Kann das operative Geschäft die Krypto-Volatilität künftig ausreichend abfedern?
Bitcoin-Treasuries breiten sich aus
CEO Simon Gerovich verwies auf eine wachsende institutionelle Bewegung in Japan und erklärte gestern, die Ära der Bitcoin-Treasuries breite sich „leise“ aus. Hintergrund ist eine Ankündigung von Daido Limited: Das 1879 gegründete, börsennotierte Unternehmen plant, bis zu 1 Mrd. Yen in Bitcoin zu investieren.
Daido bezeichnete Bitcoin als „digitales Gold“ und begründete den Schritt mit Inflationsschutz sowie Sorgen über Yen-Abwertung und makroökonomischen Druck. Für Metaplanet ist das ein wichtiges Signal, weil damit ein traditionsreicher Industriekonzern Bitcoin explizit als Reserve-Asset in der Treasury-Strategie verankert – unabhängig von kurzfristigen Marktschwankungen.
Geschäftsjahr 2025: Operativ stark, unterm Strich tiefrot
Im Geschäftsjahr 2025 stieg der Umsatz um 738% auf 8.905 Mio. Yen. Dennoch verbuchte Metaplanet einen Nettoverlust von 95.046 Mio. Yen.
Der Verlust ging nahezu vollständig auf eine nicht zahlungswirksame Wertminderung (Impairment) auf Bitcoin in Höhe von 102,2 Mrd. Yen zurück (rund 650 Mio. US-Dollar). Auslöser war der Rückgang von Bitcoin von einem Hoch nahe 125.000 US-Dollar auf unter 90.000 US-Dollar bis Ende 2025. Nach den geltenden Bilanzierungsregeln schlagen Marktwertänderungen digitaler Vermögenswerte direkt in der GuV durch – auch ohne Verkauf der Coins.
Operativ zeichnete sich dagegen ein anderes Bild: Das operative Ergebnis sprang um mehr als 1.600% auf 6,29 Mrd. Yen. Den Zuwachs führte das Unternehmen im Wesentlichen auf Erträge aus einer Optionshandelsstrategie zurück. Treiber ist das „Bitcoin Income Business“, das über Optionsstrategien auf Basis der eigenen Bitcoin-Reserven Erträge generieren soll.
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Ausblick 2026: Mehr Umsatz, höhere operative Ziele
Für das Geschäftsjahr 2026 peilt Metaplanet 16.000 Mio. Yen Umsatz und 11.400 Mio. Yen operativen Gewinn an. Zum Vergleich: 2025 lagen Umsatz und operatives Ergebnis bei 8.905 Mio. Yen bzw. 6.287 Mio. Yen.
Parallel zur Prognose kündigte das Unternehmen einen Dividendenplan für Class-B-Vorzugsaktien an.
Metaplanet hält nach eigenen Angaben 35.102 Bitcoin im Wert von rund 2,5 Mrd. US-Dollar, mit einem durchschnittlichen Kaufpreis von etwa 107.000 US-Dollar. Damit zählt die Gesellschaft zu den weltweit größten börsennotierten Bitcoin-Haltern (Platz 4). Der „555 Million Plan“ sieht vor, die Treasury bis Ende 2026 auf 100.000 Bitcoin und bis 2027 auf 210.000 Bitcoin auszubauen.
Zur Finanzierung erweitert Metaplanet die Instrumente über Optionsstrategien hinaus und emittiert nun auch unbefristete Vorzugsaktien über die Programme „MERCURY“ und „MARS“. Allein die MERCURY-Emission brachte 21,2 Mrd. Yen ein. Cantor Fitzgerald senkte am 18. Februar das Kursziel von 6,00 auf 3,00 US-Dollar, hielt aber am „Overweight“-Rating fest und verwies auf schwache Bruttomargen in jüngsten Quartalszahlen. In den vergangenen sechs Monaten fiel der Aktienkurs laut Bericht um rund 63%.
Im Zentrum steht damit ein klarer Zielkonflikt: Metaplanet muss die operativen Erträge so stabil ausbauen, dass sie mögliche Bewertungsrückgänge im Krypto-Portfolio wiederholt ausgleichen können – während zugleich der geplante Treasury-Ausbau bis Ende 2026 deutlich mehr Kapital bindet.
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