BASF Aktie: Neue Rückenwinde
BASF bekommt gleich von zwei Seiten Rückenwind: Eine Analysten-Neubewertung trifft auf politische Signale aus Brüssel – und der Konzern zieht operativ nach. Im Zentrum steht ausgerechnet ein chemisches Vorprodukt, das zuletzt stark vom Importdruck geprägt war. Doch wie belastbar ist dieser Stimmungswechsel?
Berenberg hebt auf – wegen EU-Politik
Am Dienstag hat die Privatbank Berenberg ihre Einschätzung zur BASF-Aktie von „Sell“ auf „Hold“ angehoben. Gleichzeitig stieg das Kursziel deutlich von 38 auf 48 Euro. Begründet wird der Schritt mit veränderten politischen Rahmenbedingungen in Europa, die den Chemiesektor stützen könnten.
Zuvor hatten die Analysten vor allem Überkapazitäten und Preisdruck im Blick – insbesondere durch Konkurrenz aus China. Nun sieht Berenberg Anzeichen, dass regulatorische Maßnahmen diese Risiken abmildern.
Konkret verweist die Bank auf:
- vorläufige Anti-Dumping-Zölle der EU-Kommission auf Importe von 1,4-Butandiol (BDO) aus China, Saudi-Arabien und den USA (Anfang Februar)
- Diskussionen über eine mögliche Verschiebung der Kürzung kostenloser Zuteilungen im EU-Emissionshandel (ETS), was die Kostenlast europäischer Produzenten dämpfen könnte
Bemerkenswert: Laut Quelltext hatte die Aktie zuletzt zugelegt, obwohl die Gewinnschätzungen für 2026 gesunken sind. Der Markt scheint politische Entlastung also bereits teilweise einzupreisen.
Ludwigshafen: BASF erhöht BDO-Produktion
Passend dazu meldete BASF am 16. Februar eine Erhöhung der BDO-Produktion am Stammwerk in Ludwigshafen. Der Schritt reagiert auf die veränderte Marktlage und soll die Versorgungssicherheit für europäische Kunden absichern.
BDO ist ein wichtiges Vorprodukt, unter anderem für Kunststoff-, Textil- und Automobilanwendungen. BASF will dabei die integrierte Verbundstruktur in Ludwigshafen nutzen – auch, um mögliche Lieferengpässe durch die neuen Importzölle abzufedern und logistische Vorteile auszuspielen.
Die wichtigsten Fakten im Überblick
- Analysten-Update: Berenberg hebt von „Sell“ auf „Hold“ an (Dienstag, 17.02.)
- Kursziel: 48 Euro (zuvor 38 Euro)
- Operative Maßnahme: Mehr BDO-Produktion in Ludwigshafen (16.02.)
- Politische Treiber: EU-Anti-Dumping-Zölle, Debatte um ETS-Freizuteilungen
- Kursbild: 49,91 Euro, damit rund 7,5% unter dem 52-Wochen-Hoch (53,98 Euro)
Termin im Blick: Jahresbericht Ende Februar
Der nächste konkrete Gradmesser folgt am 27. Februar 2026 mit dem detaillierten Bericht für das Geschäftsjahr 2025. Dann dürfte sich zeigen, wie sich die operative Marge im aktuellen Umfeld entwickelt hat – und ob die laufenden Sparmaßnahmen in den Zahlen sichtbar werden.
BASF-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BASF-Analyse vom 18. Februar liefert die Antwort:
Die neusten BASF-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BASF-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
BASF: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








