BASF Aktie: Internationale Marktbedingungen
Der Chemie-Riese greift durch: Das Management konkretisiert umfassende Restrukturierungspläne, die eine massive Verlagerung von Service-Einheiten nach Indien vorsehen. Während Politik und Gewerkschaften angesichts drohender Stellenstreichungen in Berlin und Brandenburg Alarm schlagen, bewerten Analysten den strikten Sparkurs als potenziellen Kurstreiber.
Einschnitte in Berlin und Brandenburg
Im Zentrum der Neuordnung steht der Bereich „Global Business Services“. Berichte bestätigen, dass vor allem der Standort Berlin betroffen ist. Bis zu 2.800 Arbeitsplätze stehen hier zur Disposition, da Aufgaben künftig in einem neuen Hub in Indien gebündelt oder am Standort Kuala Lumpur konsolidiert werden sollen. Auch das Werk im brandenburgischen Schwarzheide bleibt nicht verschont: Die dortige Einheit „Digital Solutions“ mit rund 100 Beschäftigten soll bis Ende 2027 entfallen.
Dieser Schritt sorgt für erheblichen politischen und gewerkschaftlichen Gegenwind. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner und die IGBCE übten scharfe Kritik an den Plänen. Die Arbeitnehmervertreter verweisen darauf, dass die Belegschaft in der Vergangenheit bereits Einschnitte bei Gehalt und Arbeitszeit hingenommen hatte, um die Standorte eigentlich zu sichern.
Analysten sehen Potenzial
An der Börse reagierten Anleger zunächst verhalten; der Kurs gab am Donnerstag leicht auf 51,36 Euro nach. Die strategische Ausrichtung findet jedoch Zuspruch bei Experten. Goldman Sachs hob das Kursziel in dieser Woche deutlich von 48 auf 62 Euro an und bestätigte die Kaufempfehlung. Die Bank begründet diesen Optimismus mit ersten Anzeichen einer wirtschaftlichen Erholung und einem verbesserten Branchenumfeld. Fundamental stützen vorläufige Zahlen für 2025 mit einem Umsatz von 59,7 Milliarden Euro und einem EBITDA vor Sondereinflüssen von 6,6 Milliarden Euro diese Einschätzung.
Abseits der Kürzungspläne richtet der Konzern den Blick auf neue Geschäftsfelder. Ein unterzeichnetes Memorandum mit dem kanadischen Unternehmen Loop Industries sieht den Bau einer Recyclinganlage für PET-Kunststoffabfälle in Schwarzheide vor. Die geplante Inbetriebnahme im Jahr 2030 stellt jedoch eher eine langfristige Perspektive dar.
Investoren richten ihren Fokus nun auf den 27. Februar 2026. An diesem Termin präsentiert BASF den vollständigen Jahresabschluss für 2025. Dabei wird sich zeigen, ob die angekündigten Sparmaßnahmen in Kombination mit den Geschäftszahlen ausreichen, um die Profitabilität nachhaltig zu steigern und den jüngsten Aufwärtstrend der Aktie zu rechtfertigen.
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