BASF strukturiert seine Dienstleistungsorganisation grundlegend um. Der Chemiekonzern bündelt ab sofort Finanz- und HR-Services in einem neuen globalen Hub in Indien – ein klares Signal zur Kostenoptimierung. Die Aktie reagierte mit einem Kurssprung von über zehn Prozent in wenigen Tagen.

Globale Neuverteilung der Back-Office-Funktionen

Das Ludwigshafener Unternehmen konzentriert seine Global Business Services künftig auf zwei Hauptstandorte außerhalb Europas. Während Finanz- und Personaldienstleistungen nach Indien verlagert werden, bleiben Supply-Chain-Services am bestehenden Hub in Kuala Lumpur, Malaysia.

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Die drei bisherigen regionalen Hubs in Berlin, Kuala Lumpur und Montevideo erbringen weiterhin Services, die regional gebündelt werden können. Insgesamt sind in der GBS-Organisation rund 8.500 Mitarbeiter beschäftigt.

Die Eckpunkte der Transformation:

  • Bündelung von Finanz- und HR-Services in Indien
  • Konsolidierung der Supply-Chain-Dienstleistungen in Malaysia
  • Verstärkte Standardisierung und Automatisierung
  • Nutzung kosteneffizienter Standorte

CFO kündigt systematischen Ausbau an

"Mit diesem Schritt planen wir, Global Business Services systematisch zu stärken, um die BASF-Strategie mit den wettbewerbsfähigsten Servicestrukturen zu unterstützen", erklärte CFO und CDO Dr. Dirk Elvermann. Die Bündelung in skalierbaren globalen Hubs solle langfristige Kostenwettbewerbsfähigkeit sichern.

Die Details der Umsetzung werden derzeit ausgearbeitet. Die Einbindung der Arbeitnehmervertreter erfolgt nach Unternehmensangaben gemäß lokalen Vorschriften.

Anleger reagieren euphorisch

Die Börse honorierte die Ankündigung deutlich. Am 10. Februar kletterte die Aktie um 4,64 Prozent auf 50,92 Euro, tags darauf folgten weitere 1,37 Prozent auf 51,62 Euro. Vom Monatsersten bis zur Bekanntgabe legte der Kurs um rund zehn Prozent zu – ausgehend von 46,63 Euro am 2. Februar.

Die Initiative reiht sich in eine Serie von Effizienzmaßnahmen ein. Bereits im Januar hatte BASF die Eröffnung eines Digital Hub in Hyderabad für das erste Quartal angekündigt. Im Dezember folgte die Zusage, betriebsbedingte Kündigungen am Stammwerk Ludwigshafen bis 2028 auszuschließen.

Quartalszahlen vor der Tür

Am 27. Februar folgen die Q4-2025-Ergebnisse. Dann zeigt sich, ob die Transformation bereits erste messbare Effekte in der Kostenstruktur zeigt. Die Hauptversammlung findet am 30. April statt.

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