Eigentlich sollte eine Hochstufung durch eine Großbank für Rückenwind sorgen. Doch bei Accenture zeigt sich aktuell ein anderes Bild: Trotz einer frischen Kaufempfehlung von Wells Fargo gaben die Papiere am Dienstag nach. Die Anleger scheinen den Optimismus der Analysten nicht zu teilen und sorgen sich weiterhin um die Auswirkungen von künstlicher Intelligenz auf das Geschäftsmodell des IT-Beratungskonzerns.

Analysten optimistisch, Markt skeptisch

Der Wells-Fargo-Analyst Jason Kupferberg sieht die aktuelle Bewertung der Aktie als Chance. Er stufte den Titel am Dienstag von "Equal Weight" auf "Overweight" hoch und setzte ein Kursziel von 275 US-Dollar. Seine Begründung: Die Ängste vor einer Disruption des Geschäftsmodells durch KI seien "übertrieben". Zudem hätten sich die Auftragseingänge in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen verbessert.

Der Markt reagierte jedoch mit Verkäufen statt Käufen. Die Aktie fiel im Handelsverlauf am Dienstag um rund 1,8 Prozent und schloss nahe der Marke von 220 US-Dollar. Aktuell notiert das Papier bei 222,64 US-Dollar, bleibt damit aber deutlich unter dem vom Analysten ausgerufenem Potenzial. Das Verhalten der Marktteilnehmer verdeutlicht die tiefe Skepsis: Institutionelle Investoren fordern offenbar mehr als nur positive Analystenkommentare, bevor sie wieder im großen Stil zugreifen.

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Die Angst vor der KI-Disruption

Hinter der Kursschwäche steckt ein branchenweites Phänomen, das auch Konkurrenten wie Cognizant oder EPAM Systems belastet. Viele Anleger befürchten, dass generative KI die Automatisierung vorantreibt und somit die verrechenbaren Stunden in der klassischen IT-Beratung reduziert.

Solange Accenture keinen klaren Umsatzschub durch KI nachweisen kann, wird die konservative Jahresprognose von 2 bis 5 Prozent Umsatzwachstum eher als Warnsignal denn als Stabilitätsanker gewertet. Um diese Wahrnehmungslücke zu schließen, hat das Unternehmen mit Rachel Frey kürzlich erstmals einen Chief Communications Officer (CCO) ernannt. Ihre Aufgabe wird es sein, die KI-Strategie des Konzerns glaubwürdiger an den Kapitalmarkt zu kommunizieren.

Die Fakten im Überblick:

  • Analysten-Votum: Upgrade auf "Overweight" durch Wells Fargo.
  • Kursziel: 275 US-Dollar.
  • Marktstimmung: Belastet durch Sektor-Schwäche und KI-Sorgen.
  • Bewertung: Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch beträgt aktuell rund 40 Prozent.

Für eine nachhaltige Trendwende reichen Analystenstimmen allein derzeit nicht aus. Der Fokus richtet sich nun auf den nächsten Quartalsbericht. Erst wenn die von Wells Fargo gelobten Auftragseingänge in konkretes, in der Bilanz sichtbares Umsatzwachstum münden, dürfte das Vertrauen der Anleger zurückkehren.

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