Der Ludwigshafener Chemiekonzern nominiert einen neuen Aufsichtsrat – und das ausgerechnet zwei Tage vor der Veröffentlichung des vollständigen Geschäftsberichts 2025. Mark Garrett, ehemaliger Borealis-CEO, soll Liming Chen im Gremium beerben. Für Anleger verdichten sich die Ereignisse in dieser Woche.

Erfahrener Branchenkenner für den Aufsichtsrat

Der BASF-Aufsichtsrat hat auf Vorschlag des Nominierungsausschusses Mark Garrett als Kandidaten für die Wahl zum Aktionärsvertreter nominiert. Der 63-Jährige bringt über 30 Jahre Erfahrung in der Chemiebranche mit. Von 2007 bis 2018 führte er Borealis als CEO, später leitete er den Board of Directors von Axalta Coating Systems und den Aufsichtsrat der OMV.

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Die Hauptversammlung am 30. April 2026 soll über die Personalie entscheiden. Garrett würde Liming Chen nachfolgen, der sein Mandat auf eigenen Wunsch niederlegt. Chen gehört dem Gremium seit Oktober 2020 an. Aufsichtsratschef Kurt Bock bezeichnete Garrett als jemanden, der „mit allen Schlüsselbereichen der Chemieindustrie bestens vertraut" sei.

Geschäftsbericht am Freitag

Die Nominierung fällt in eine entscheidende Phase. Am 27. Februar veröffentlicht BASF den vollständigen Jahresbericht 2025. Ab 9:00 Uhr MEZ folgt eine Analystenkonferenz, ab 10:30 Uhr die Jahrespressekonferenz mit Vorstandschef Markus Kamieth und Finanzvorstand Dirk Elvermann.

Die vorläufigen Zahlen vom 22. Januar zeigten ein gemischtes Bild: Der Umsatz sank auf 59,7 Milliarden Euro. Das EBITDA vor Sondereinflüssen lag mit 6,6 Milliarden Euro leicht unter der eigenen Prognose von 6,7 bis 7,1 Milliarden Euro. Positiv überraschte der Free Cashflow von 1,3 Milliarden Euro – deutlich über der Erwartung von 0,6 Milliarden Euro. Das EBIT belasteten hohe Restrukturierungskosten von 1,3 Milliarden Euro.

Am Freitag werden nun die detaillierten Segmentzahlen, der Dividendenvorschlag und der Ausblick für 2026 erwartet.

Aktienrückkauf läuft weiter

Parallel läuft das im Oktober 2025 gestartete Aktienrückkaufprogramm über bis zu 1,5 Milliarden Euro. Das Programm soll bis Ende Juni 2026 abgeschlossen werden und ist Teil eines Gesamtvolumens von 4 Milliarden Euro bis Ende 2028. Die zurückgekauften Aktien werden eingezogen.

Die Analystenmeinungen bleiben gespalten. Barclays stufte die Aktie am 19. Februar auf „Underweight" herab, Berenberg hob sie zwei Tage zuvor auf „Hold" an. Kepler Cheuvreux nannte BASF Anfang Februar als Top-Pick im europäischen Chemiesektor.

Die kommenden Tage werden zeigen, wie sich die laufende Restrukturierung und die strategische Neuausrichtung in den finalen Zahlen niederschlagen. Der vollständige Geschäftsbericht am Freitag dürfte Klarheit schaffen.

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