Die BASF-Aktie liefert ein charttechnisches Kaufsignal, das viele Marktteilnehmer aufhorchen lässt: Der 50-Tage-Durchschnitt ist über den 200-Tage-Durchschnitt gestiegen – ein sogenanntes Golden Cross. Bei einem Kurs von rund 45 Euro hat der Ludwigshafener Konzern die erste Widerstandszone bei 42 bis 44 Euro bereits hinter sich gelassen. Doch die Analysten streiten heftig: Ist das der Startschuss für eine Erholung bis 65 Euro oder droht der Rückfall unter 40 Euro?

Analysten im Clinch: Vom Verkauf bis zum Kauf

Die Einschätzungen könnten kaum unterschiedlicher ausfallen. Barclays hat am 15. Januar 2026 das Kursziel von 41 auf 40 Euro gesenkt und bleibt bei "Equal Weight". Analyst Alex Sloane sieht die europäische Chemiebranche weiter unter Druck: Maue Absatzvolumina, lustlose Preisentwicklung und fragile Endmärkte prägten das Geschehen. Berenberg empfiehlt sogar den Verkauf und traut dem Papier nur 38 Euro zu. Das Haus nutzt ein neues KI-gestütztes Bewertungsmodell, das für 2026 ein um 16 Prozent unter dem Konsens liegendes operatives Ergebnis errechnet.

Die Deutsche Bank positioniert sich neutral bei 45 Euro und erwartet für das vierte Quartal einen Rückgang des operativen Ergebnisses um 17 Prozent. Ganz anders tönt es von Warburg Research: Die Analysten haben die Aktie von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 43 auf 53 Euro angehoben. Sie rechnen mit operativen Fortschritten im laufenden Jahr, besonders in der zweiten Jahreshälfte. Bernstein Research bestätigt "Outperform" mit einem Kursziel von 51 Euro, die UBS sieht mit 48 Euro ebenfalls mehr Potenzial.

Konzernumbau nimmt Fahrt auf

BASF treibt die strategische Neuausrichtung konsequent voran. Die Übernahme des US-Unternehmens AgBiTech stärkt die Position im Markt für biologischen Pflanzenschutz. Der Abschluss ist für die erste Jahreshälfte 2026 geplant. Das neue Werk in Zhanjiang macht Fortschritte – die 8,7 Milliarden Euro teure Anlage ist im vergangenen Jahr in Betrieb gegangen und wird nach der Hochlaufphase zur Verbesserung des Cashflows beitragen.

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Die neue Ausschüttungspolitik kombiniert eine Basisdividende von mindestens 2,25 Euro mit Aktienrückkäufen. Insgesamt sollen bis 2028 zwölf Milliarden Euro an die Aktionäre fließen. Das laufende Rückkaufprogramm umfasst Papiere im Wert von bis zu 1,5 Milliarden Euro bis Ende Juni 2026. Bei aktuellem Kursniveau würden damit rund 10 Prozent der Aktien eingesammelt. Die Dividendenrendite liegt bei etwa 5 Prozent.

Technisch spannend: Ziel 65 Euro möglich?

Das charttechnische Bild zeigt klare Kaufsignale. Die Aktie handelt bei rund 45 Euro und hat damit die erste Widerstandszone überwunden. Vor ihr stehen aber noch Hürden bei 47,50 Euro, 50 Euro und 55 Euro. Das 52-Wochen-Hoch liegt bei 55,06 Euro und wurde im März 2025 erreicht. Gelingt der nachhaltige Sprung über die 48-Euro-Marke, wäre der Weg zu diesem Jahreshoch frei. Der Bereich um 50 Euro dürfte dabei als psychologisch wichtige Schwelle fungieren.

Bei anhaltendem Momentum wäre nach Erreichen der 55-Euro-Marke sogar ein Vorstoß in Richtung 60 bis 65 Euro denkbar – eine Aufwärtsbewegung von etwa 35 Prozent. Nach unten bieten die beiden gleitenden Durchschnitte wichtige Unterstützung. Das 52-Wochen-Tief vom April 2025 bei 37,40 Euro liegt deutlich tiefer. Die Aktie hat sich in den vergangenen Wochen deutlich stabiler gezeigt als viele Branchenkollegen wie Evonik oder Lanxess.

Die nächsten Quartalszahlen kommen am 27. Februar 2026. Bis dahin dürfte die Konjunkturentwicklung in Europa und China die Richtung vorgeben.

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