Der Chemiekonzern BASF reagiert am heutigen Mittwoch mit drastischen Maßnahmen auf die angespannte Lage an den Rohstoffmärkten. Um bis zu 30 Prozent hebt das Unternehmen die Preise für weite Teile seines europäischen Portfolios an. Damit reicht der Konzern die massiven Kostensteigerungen direkt an seine Kunden weiter.

Geopolitische Spannungen als Treiber

Die Anpassungen treten bei bestehenden Lieferverträgen mit sofortiger Wirkung in Kraft. Als Hauptgrund nennt das Unternehmen die extreme Volatilität bei kritischen Rohstoffen wie Ammoniak oder Schwefel. Diese wird maßgeblich durch die geopolitische Instabilität im Nahen Osten befeuert. Besonders die Unsicherheit rund um die wichtige Handelsroute der Straße von Hormus treibt die Fracht- und Energiekosten spürbar in die Höhe.

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Für bestimmte chemische Zwischenprodukte greifen absolute Aufschläge. So verteuert sich Ameisensäure, ein wichtiger Grundstoff für die Landwirtschaft, um 250 Euro pro Tonne. Bei Neopentylglykol klettert der Preis sogar um 350 Euro pro Tonne.

Schwaches Umfeld belastet

Dieser Schritt fällt in eine ohnehin schwierige Phase für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Aktuelle ZEW-Daten belegen eine deutliche Eintrübung der ökonomischen Erwartungen für die heimische Chemiebranche. An der Börse reagierten Anleger entsprechend zurückhaltend auf die Gemengelage. Die BASF-Papiere gaben heute um 1,29 Prozent auf 48,11 Euro nach. Der Konzern, der erst im Februar verschärfte Sparmaßnahmen ankündigte, verteidigt mit der Preisoffensive seine Margen im schwächelnden europäischen Kerngeschäft.

Während das europäische Geschäft stark unter Druck steht, fließen die Investitionen in anderen Regionen weiter. Aktuell bestätigt BASF den Ausbau eines Innovationszentrums in Kanada für rund 17 Millionen Euro. Die Durchsetzbarkeit der neuen europäischen Preisstruktur bei den Industriekunden bestimmt nun maßgeblich die Margenentwicklung sowie die Absatzvolumina im laufenden Quartal.

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