BASF Aktie: Lacksparte bringt Milliarden
Der Chemieriese trennt sich von einem Großteil seines traditionsreichen Lackgeschäfts und spült damit frisches Kapital in die Kassen. Die bindende Vereinbarung mit dem Finanzinvestor Carlyle und der Qatar Investment Authority markiert einen der größten strategischen Einschnitte der jüngeren Konzernhistorie. Dabei gibt das Management die Kontrolle ab, sichert sich aber weiterhin einen Fuß in der Tür.
Milliarden-Zufluss für die Neuausrichtung
Konkret geht es um die Bereiche Automotive-OEM-Lacke, Autoreparaturlacke und Oberflächenbehandlung. Bei einem Unternehmenswert von 7,7 Milliarden Euro übernimmt Carlyle 60 Prozent der Anteile der neuen Gesellschaft. Der Ludwigshafener Konzern behält die restlichen 40 Prozent und erwartet beim für das zweite Quartal 2026 geplanten Abschluss einen Mittelzufluss von rund 5,8 Milliarden Euro vor Steuern.
An der Börse reagierten Anleger am Donnerstag verhalten auf die nahenden Vollzugsmeldungen. Der Titel gab leicht um 1,28 Prozent auf 46,95 Euro nach. Analyst Joshua Aguilar von Morningstar wertet die Transaktion strukturell positiv. Er verweist auf die intensive Wettbewerbsdynamik in der Lackbranche, in der Carlyle mit seiner Erfahrung bei industriellen Ausgliederungen als passenderer Mehrheitseigentümer agieren könnte. Durch die verbleibende Minderheitsbeteiligung profitiert der Chemiekonzern trotzdem von zukünftigen Aufschwüngen in diesem zyklischen Markt.
Harter Schnitt im Portfolio
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Dieser Schritt ist ein zentraler Baustein der bereits 2024 eingeleiteten Strategie. Das Management fokussiert sich zunehmend auf margenstärkere Kerngeschäfte und trennt sich konsequent von Randbereichen. Erst am Mittwoch verkündete der Konzern den Verkauf der Aseptrol-Technologie an Oxidium, nachdem bereits im Februar das Geschäft mit optischen Aufhellern veräußert wurde.
Gleichzeitig reagiert das Unternehmen auf den enormen Kostendruck bei Rohstoffen, Energie und Logistik. In Europa steigen die Preise für zahlreiche Produkte aus den Bereichen Home Care und industrielle Reinigung mit sofortiger Wirkung um bis zu 30 Prozent.
Mit dem geplanten Abschluss des Coatings-Deals im kommenden Quartal verschlankt sich das Geschäftsmodell spürbar zugunsten von Chemikalien, Materialien und Agrarlösungen. Erste bilanzielle Auswirkungen der strikten Portfoliopolitik und der jüngsten Preiserhöhungen präsentieren die Ludwigshafener bei der Vorlage der nächsten Quartalszahlen am 30. April 2026.
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