BASF Aktie: Drei Fronten gleichzeitig
BASF hat einen ungewöhnlich dichten Nachrichtentag hingelegt: Technologiepremiere, Preiserhöhungen und ein weiterer Portfolioverkauf — alles innerhalb von 48 Stunden. Der Chemiekonzern bewegt sich auf mehreren Feldern zugleich und gibt damit einen konzentrierten Einblick in seine aktuelle Strategie.
Weltpremiere in Ludwigshafen
Das technologische Highlight ist die Inbetriebnahme der weltweit ersten industriellen Produktionsanlage für 3D-gedruckte Katalysatoren am Stammsitz. Die sogenannte X3D-Technologie ermöglicht Katalysatoren mit Geometrien, die auf konventionellem Weg nicht herstellbar sind — mit dem Ergebnis eines geringeren Druckabfalls in Reaktoren bei gleichzeitig größerer aktiver Oberfläche. Für Kunden bedeutet das weniger Energieverbrauch und höhere Reaktorleistung.
Dass die Technologie funktioniert, belegt ein konkretes Beispiel: Das chinesische Feinchemieunternehmen An Hui Jintung erzielte 2025 nach dem Einsatz von BASF-Schwefelsäurekatalysatoren vom Typ O4-115 X3D Rekordproduktionswerte. Mit der neuen Anlage will BASF die Technologie nun breiter ausrollen und Markteinführungszeiten verkürzen.
Preiserhöhungen und Portfoliobereinigung
Parallel dazu erhöht BASF die Preise für mehrere Produktgruppen in Europa spürbar. Ameisensäure verteuert sich um 250 Euro je Tonne, Neopentylglykol um 350 Euro je Tonne. Für das gesamte Reinigungs- und Pflegeportfolio — von Haushaltsprodukten bis zu industriellen Formulierungen — steigen die Preise um bis zu 30 Prozent, in Einzelfällen noch stärker. Als Begründung nennt BASF gestiegene Rohstoff-, Logistik- und Energiekosten.
Abgerundet wurde der Nachrichtentag durch den vollzogenen Verkauf des Aseptrol-Biozidgeschäfts an Oxidium Technologies LLC. Über den Kaufpreis schwieg sich BASF aus. Der Schritt folgt dem bekannten Muster der laufenden Portfoliobereinigung, bei der das Unternehmen Randbereiche abstößt, um Ressourcen auf wachstumsstärkere Segmente zu konzentrieren.
An der Börse zeigt sich die Aktie zuletzt schwächer. Mit einem Minus von rund acht Prozent über die vergangenen 30 Tage notiert der Titel knapp unter seinem 50-Tage-Durchschnitt von 47,45 Euro — die operative Nachrichtenlage allein reicht offenbar noch nicht aus, um die Stimmung zu drehen.
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