Barrick Mining Aktie: Expansionsvorhaben analysiert
Barrick Mining hat im vierten Quartal 2025 die höchsten Cashflows der Unternehmensgeschichte erzielt. Doch fallende Goldpreise und ein eskalierender Streit mit Joint-Venture-Partner Newmont überschatten die starke Bilanz. Die Aktie gerät unter Druck.
Rekordquartal bei sinkender Produktion
Der operative Cashflow erreichte im vierten Quartal 2,73 Milliarden Dollar, der Free Cashflow lag bei 1,62 Milliarden Dollar – ein Plus von 13 Prozent beziehungsweise 9 Prozent gegenüber Q3. Der Nettogewinn je Aktie kletterte auf 1,43 Dollar, der bereinigte Gewinn auf 1,04 Dollar – Steigerungen von 88 Prozent und 79 Prozent im Quartalsvergleich.
Die Kehrseite: Die konsolidierte Goldproduktion brach im Jahresvergleich um rund 19 Prozent auf 871.000 Unzen ein. Für das Gesamtjahr 2025 bedeutete das ein Minus von 17 Prozent. Die Aussetzung des Betriebs in der Loulo-Gounkoto-Mine trug wesentlich zum Rückgang bei. Gleichzeitig trieb die niedrigere Produktion die Stückkosten in die Höhe.
Kostendruck steigt trotz hoher Goldpreise
Die Gesamtbarkosten je Unze Gold und die All-in-Sustaining-Costs (AISC) – eine zentrale Kennzahl für Minenbetreiber – stiegen im vierten Quartal um etwa 15 Prozent beziehungsweise 9 Prozent im Jahresvergleich. Für 2025 kletterten die AISC um 10 Prozent auf 1.637 Dollar.
Für 2026 verschärft sich die Lage weiter. Barrick rechnet mit AISC zwischen 1.760 und 1.950 Dollar je Unze – bei einer angenommenen Goldpreisannahme von 4.500 Dollar. Niedrigere Erzgehalte, teurere Betriebsstoffe und höhere Goldpreisannahmen belasten die Kostenstruktur. Die Kupferproduktion soll 2026 zwischen 190.000 und 220.000 Tonnen liegen.
Goldpreis-Schwankungen belasten die Aktie
Der Goldpreis hatte 2025 eine beispiellose Rally erlebt, getrieben durch verschärfte Handelskonflikte, neue Importzölle und geopolitische Spannungen. Ende Januar erreichte das Edelmetall ein Rekordhoch von fast 5.600 Dollar je Unze. Anfang März folgte die Kehrtwende.
Ende Februar stand Gold noch bei 5.278 Dollar. Nach Angriffen von US- und israelischen Streitkräften auf den Iran am Wochenende schnellte der Preis am Montag kurzzeitig auf 5.416 Dollar, bevor er einbrach. Zuletzt notierte Gold bei 5.102 Dollar – ein Minus von 3,9 Prozent gegenüber dem Vortag. Die Barrick-Aktie folgte diesem Abwärtstrend.
Halbjahres-Rally übertrifft Wettbewerber
Trotz des jüngsten Rücksetzers bleibt die Performance bemerkenswert. In den vergangenen sechs Monaten legte die Barrick-Aktie 61,3 Prozent zu – mehr als der Zacks Mining-Gold-Index mit 53 Prozent und deutlich über den 6,1 Prozent des S&P 500. Wettbewerber Newmont kam auf 57,6 Prozent, Kinross Gold auf 50,8 Prozent und Agnico Eagle auf 50,9 Prozent.
Technisch rutschte die Aktie am 3. März 2026 unter den 50-Tage-Durchschnitt, notiert aber weiterhin über dem 200-Tage-Durchschnitt. Seit dem Golden Cross am 9. April 2025 liegt der 50-Tage-Durchschnitt über dem 200-Tage-Pendant – ein Signal für einen intakten Aufwärtstrend.
Nevada-Streit gefährdet IPO-Pläne
Der Plan, die nordamerikanischen Assets abzuspalten, gerät ins Stocken. Newmont hat eine Verzugsmitteilung verschickt und wirft Barrick vor, Ressourcen von Nevada Gold Mines (NGM) abgezogen und in das vollständig eigene Fourmile-Projekt umgeleitet zu haben.
Die geplante Abspaltung soll einen Anteil von 10 bis 15 Prozent an der neuen Gesellschaft noch in diesem Jahr an die Börse bringen. Das Unternehmen würde Barricks Beteiligung an NGM, das Fourmile-Projekt und eine Mine in der Dominikanischen Republik – ebenfalls ein Joint Venture mit Newmont – umfassen.
Nevada Gold Mines ist entscheidend für Barricks Bewertung. Ein Analyst von RBC Capital Markets beziffert den Anteil des Assets am Marktwert auf rund 60 Prozent.
Entwicklungsprojekte im Fokus
Barrick treibt wichtige Projekte voran. Bei Fourmile in Nevada konnte das Unternehmen die ausgewiesenen Goldressourcen zum zweiten Mal in Folge verdoppeln – auf 2,6 Millionen Unzen in der angezeigten Kategorie und 13 Millionen Unzen in der abgeleiteten. Die Bohrausgaben sollen 2026 auf 150 bis 160 Millionen Dollar steigen, nach 91 Millionen im Vorjahr.
Die Erweiterung der Lumwana-Kupfermine liegt leicht vor dem Zeitplan. Die Auslieferung der Bergbauflotte für 2026 hat bereits begonnen.
Neue Dividendenpolitik und Aktienrückkäufe
Ab dem vierten Quartal 2025 strebt Barrick eine Gesamtausschüttung von 50 Prozent des zurechenbaren Free Cashflows auf Jahresbasis an. Diese setzt sich zusammen aus einer festen Basisdividende von 0,175 Dollar je Aktie pro Quartal und einer erfolgsabhängigen Aufstockung zum Jahresende. Die Q4-Dividende wird am 16. März 2026 an Aktionäre ausgezahlt, die am 27. Februar eingetragen waren.
Im vierten Quartal kaufte Barrick rund 12,11 Millionen eigene Aktien zurück. Für das Gesamtjahr summierte sich das Rückkaufvolumen auf etwa 51,90 Millionen Aktien – rund 3 Prozent der ausstehenden Papiere – für insgesamt 1,5 Milliarden Dollar.
Solide Basis, aber wachsende Risiken
Die Fundamentaldaten für Gold bleiben robust – getrieben durch geopolitische Unsicherheit und Zentralbankkäufe. Auch Kupfer profitiert von strukturellen Defiziten durch Energiewende und KI-Infrastruktur. Barrick hat gegenüber Newmont Kostenvorteile, die bei steigenden Rohstoffpreisen für Margenexpansion und stärkere Cashflows sorgen können.
Doch steigende Stückkosten, sinkende Produktion – 2025 war das sechste Jahr in Folge mit Förderrückgang, auf dem niedrigsten Niveau seit mindestens 25 Jahren – und der ungelöste Nevada-Streit wiegen schwer. Wie der Konflikt mit Newmont ausgeht und ob der geplante Börsengang gelingt, wird die Aktie in den kommenden Wochen prägen.
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