Barrick geht mit Rückenwind ins neue Jahr: Rekordwerte im Schlussquartal 2025, eine deutlich veränderte Dividendenlogik und der Plan für einen Börsengang der Nordamerika-Assets verschieben gerade das Bild für Anleger. Gleichzeitig steigen die Kosten – und die Produktion soll 2026 eher niedriger ausfallen als 2025. Wie passt das zusammen?

Rekordquartal als Basis

Im vierten Quartal 2025 meldete Barrick mehrere Bestmarken. Der operative Cashflow stieg auf 2,73 Mrd. US-Dollar, der Free Cashflow auf 1,62 Mrd. US-Dollar. Gegenüber dem dritten Quartal entspricht das einem Plus von 13% bzw. 9%.

Auch beim Ergebnis zog das Tempo an: Der Gewinn je Aktie lag bei 1,43 US-Dollar, bereinigt bei 1,04 US-Dollar. Das waren 88% bzw. 79% mehr als im Vorquartal.

Operativ legte die Goldproduktion um 5% auf 871.000 Unzen zu. Die Total Cash Costs lagen bei 1.205 US-Dollar je Unze, die All-in Sustaining Costs (AISC) bei 1.581 US-Dollar je Unze. Als Treiber nannte Barrick unter anderem die starke Entwicklung bei Nevada Gold Mines – dort stieg die Produktion in Carlin um 25% gegenüber Q3 – sowie einen weiteren Rekord bei der Verarbeitung (Throughput) in Pueblo Viejo.

Dividende und Rückkäufe deutlich hochgefahren

Parallel zu den Q4-Zahlen hat der Vorstand die Ausschüttungssystematik umgebaut. Künftig soll die Dividendenpolitik auf eine Gesamtausschüttung von 50% des zurechenbaren Free Cashflows (annualisiert) hinauslaufen. Bestandteil sind eine feste Basisdividende von 0,175 US-Dollar je Aktie pro Quartal sowie ein erfolgsabhängiger Zusatz zum Jahresende.

Für das vierte Quartal wurde eine Dividende von 0,42 US-Dollar je Aktie angekündigt – 140% mehr als im dritten Quartal. Die Zahlung ist für den 16. März 2026 vorgesehen, Stichtag ist der Geschäftsschluss am 27. Februar 2026.

Auch die Aktienrückkäufe beschleunigten sich: Im vierten Quartal kaufte Barrick rund 12,11 Mio. Aktien zurück. Im Gesamtjahr waren es etwa 51,90 Mio. Aktien (rund 3,0% der damals ausstehenden Aktien) für insgesamt 1,5 Mrd. US-Dollar.

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IPO-Pläne und Blick auf 2026

Ein zentraler Schritt für 2026 ist der geplante Teilbörsengang der nordamerikanischen Gold-Assets. Barrick will seine wichtigsten Nordamerika-Vermögenswerte in ein neues Vehikel ausgliedern und später im Jahr an die Börse bringen, mit Ziel einer Notierung gegen Ende 2026. Das neue Unternehmen soll unter anderem auf den Joint-Venture-Anteilen an Nevada Gold Mines und Pueblo Viejo sowie der zu 100% gehaltenen Fourmile-Entdeckung in Nevada aufbauen. Barrick will dabei eine kontrollierende Mehrheitsbeteiligung behalten.

Fourmile lieferte zudem neue Ressourcendaten: Barrick verdoppelte die ausgewiesene Goldmineralressource dort zum zweiten Jahr in Folge. Gemeldet wurden 2,6 Mio. Unzen „indicated“ bei 17,59 g/t sowie 13 Mio. Unzen „inferred“ bei 16,9 g/t. Für 2026 plant das Unternehmen Bohrinvestitionen von 150–160 Mio. US-Dollar (nach 91 Mio. US-Dollar 2025).

Für 2026 rechnet Barrick mit einer Goldproduktion von 2,90 bis 3,25 Mio. Unzen. 2025 lag die Produktion – ohne die veräußerten Assets Hemlo und Tongon – bei 3,03 Mio. Unzen. Gleichzeitig erwartet Barrick deutlich höhere Kosten: Die AISC-Prognose liegt bei 1.760 bis 1.950 US-Dollar je Unze, die Cash Costs bei 1.330 bis 1.470 US-Dollar. 2025 lagen die Cash Costs bei 1.199 US-Dollar. Als Gründe nennt Barrick unter anderem niedrigere Erzgehalte, höhere Preise für wichtige Verbrauchsgüter und höhere Goldpreisannahmen. Zusätzlich spiegelt sich ein höherer Kostenblock bei Loulo-Gounkoto wider, weil das Unternehmen nach der Rückkehr der operativen Kontrolle im Dezember 2025 den Abbau wieder hochfährt.

Am Markt blieb die Aktie zuletzt stark: In sechs Monaten legte sie um 61,3% zu. Am 3. März rutschte der Kurs allerdings unter den 50-Tage-Durchschnitt, blieb aber über dem 200-Tage-Durchschnitt. Bewertungsseitig nennt der Text ein Forward-KGV von 12,41 – rund 7,9% unter dem Branchenschnitt von 13,47.

In den vergangenen 60 Tagen wurden die Gewinnschätzungen für Barrick zudem nach oben angepasst. Der Konsens impliziert für 2026 und 2027 ein Gewinnwachstum von 49,6% bzw. 19,1% gegenüber dem Vorjahr.

Der Mix für 2026 ist damit klar abgesteckt: Barrick startet mit Rekord-Cashflows und einer neu kalibrierten Ausschüttungspolitik, stellt mit dem Nordamerika-IPO aber zugleich die Struktur neu auf – während höhere AISC (1.760–1.950 US-Dollar je Unze) und eine Produktionsspanne von 2,90–3,25 Mio. Unzen die wichtigsten Leitplanken für das laufende Jahr setzen.

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