Nach einer starken sechsmonatigen Rally bekommt Barrick in dieser Woche Gegenwind von zwei Seiten: Der Goldpreis drehte abrupt nach unten, gleichzeitig fiel der Ausblick für 2026 bei der Produktion schwächer aus. Das hat einen Teil der Kursgewinne wieder eingesammelt. Wie schwer wiegt der Mix aus Goldpreis-Volatilität und steigenden Kosten für den weiteren Verlauf?

Goldpreis dreht – Aktie rutscht mit

In den vergangenen sechs Monaten hatte die Aktie um 61,3% zugelegt. Rückenwind kam von der Rekordrally bei Gold, getrieben durch geopolitische Spannungen sowie wirtschaftliche und zollpolitische Unsicherheiten. Dazu kamen starke Ergebnisse, die von höheren realisierten Preisen profitierten.

Doch Anfang dieser Woche stoppte der Schwung. Am Dienstag verlor die Aktie bis 13:15 Uhr ET 8,7%, nachdem Gold- und Silberpreise an diesem Tag deutlich nachgaben.

Der Hintergrund: Der Goldpreis war zuletzt extrem sprunghaft. Ende Februar lag er laut Bericht nahe 5.278 US-Dollar je Unze, sprang nach den Angriffen der USA und Israels auf Iran am Wochenende bis auf 5.416 US-Dollar (früh am Montag) und fiel anschließend wieder – auf 5.102 US-Dollar je Unze, rund 3,9% unter dem Schlusskurs des Vortags. Zusätzlich belastete der Gedanke, dass ein Krieg zwar inflationär wirken kann, die US-Notenbank aber gerade deshalb Zinssenkungen eher hinauszögern könnte – ein Umfeld, das die Stimmung bei Edelmetallen dämpfte.

Chartlage: Unter 50 Tage, über 200 Tage

Technisch rutschte die Aktie am 3. März unter den gleitenden 50-Tage-Durchschnitt, notierte aber weiter über dem 200-Tage-Durchschnitt. Das spricht dafür, dass der übergeordnete Aufwärtstrend noch nicht gebrochen ist.

Seit dem „Golden Crossover“ vom 9. April 2025 liegt der 50-Tage-Durchschnitt über dem 200-Tage-Durchschnitt – ein Signal für einen längerfristig positiven Trend. Am 5. März bewegte sich die Aktie zwischen 45,82 und 46,81 US-Dollar und stand bei 46,02 US-Dollar.

Im Branchenvergleich war Barrick zuletzt stärker: In sechs Monaten legte die Goldminen-Branche (Zacks Mining – Gold) um 53% zu, der S&P 500 um 6,1%. Konkurrenten wie Newmont (+57,6%), Kinross Gold (+50,8%) und Agnico Eagle (+50,9%) kamen ebenfalls deutlich voran.

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Rekord-Cashflow – aber Produktion und Kosten als Bremsklotz

Operativ meldete Barrick für das vierte Quartal Rekordwerte beim Cashflow. Der operative Cashflow lag bei 2,73 Mrd. US-Dollar, der Free Cashflow bei 1,62 Mrd. US-Dollar. Gegenüber dem dritten Quartal entsprach das einem Plus von 13% bzw. 9%. Beim Gewinn je Aktie erreichte das Unternehmen laut Bericht ein Rekordniveau: 1,43 US-Dollar je Aktie, bereinigt 1,04 US-Dollar (plus 88% bzw. 79% gegenüber Q3).

Gleichzeitig zeigt der Blick auf die Fördermengen die Schattenseite: Die konsolidierte Goldproduktion fiel im vierten Quartal um rund 19% auf 871.000 Unzen, im Gesamtjahr 2025 um 17%. Als Grund nennt der Bericht unter anderem die Aussetzung des Betriebs in der Mine Loulo-Gounkoto.

Für 2026 erwartet Barrick 2,90 bis 3,25 Mio. Unzen Gold. 2025 lagen die tatsächlichen Mengen bei 3,26 Mio. Unzen – beziehungsweise 3,03 Mio. Unzen, wenn die veräußerten Assets Hemlo und Tongon herausgerechnet werden.

Auch die Kosten zogen an: Die gesamten Cashkosten je Unze stiegen im vierten Quartal um rund 15% gegenüber dem Vorjahr, die All-in Sustaining Costs (AISC) um 9% auf 1.581 US-Dollar je Unze. Für 2025 werden AISC von 1.637 US-Dollar genannt (plus 10% zum Vorjahr). Für 2026 stellt Barrick AISC von 1.760 bis 1.950 US-Dollar je Unze in Aussicht – am Mittelpunkt der Spanne ein spürbarer Anstieg.

Beim Kapitalrückfluss an Aktionäre setzt das Unternehmen auf eine neue Dividendenlogik: Ziel ist eine Gesamtausschüttung von 50% des zurechenbaren Free Cashflows auf Jahresbasis, bestehend aus einer festen Basisdividende von 0,175 US-Dollar je Aktie pro Quartal plus einer erfolgsabhängigen Zusatzkomponente zum Jahresende. Die Dividende für Q4 2025 soll am 16. März gezahlt werden (Stichtag: 27. Februar). Zusätzlich kaufte Barrick im vierten Quartal rund 12,11 Mio. Aktien zurück; im Gesamtjahr waren es 51,90 Mio. Stück für 1,5 Mrd. US-Dollar (davon 500 Mio. US-Dollar in Q4).

Projekte: Fourmile und IPO-Pläne

Im Fokus steht das zu 100% gehaltene Fourmile-Projekt in Nevada. Dort wurde die deklarierte Goldressource laut Bericht zum zweiten Jahr in Folge verdoppelt: 2,6 Mio. Unzen „indicated“ sowie 13 Mio. Unzen „inferred“. Die Bohrbudgets sollen 2026 auf 150 bis 160 Mio. US-Dollar steigen (2025: 91 Mio. US-Dollar).

Außerdem hat der Vorstand Vorbereitungen für einen Börsengang einer neuen Einheit („NewCo“) genehmigt, die die wichtigsten nordamerikanischen Gold-Assets bündeln soll. Der IPO wird für Ende 2026 erwartet. In NewCo sollen die Joint-Venture-Anteile an Nevada Gold Mines und Pueblo Viejo sowie Fourmile liegen. Barrick will nach dem Börsengang eine wesentliche Kontrollbeteiligung behalten.

Beim Kupferprojekt Lumwana liegt die Erweiterung laut Bericht leicht vor Plan, Auslieferungen der Mining-Flotte für 2026 laufen bereits. Für 2026 nennt Barrick eine Kupfer-Prognose von 190.000 bis 220.000 Tonnen bei C1-Cashkosten von 2,20 bis 2,45 US-Dollar je Pfund.

Im Schlussbild bleibt die Aktie damit zwischen zwei Kräften eingeklemmt: Rekord-Cashflows, Aktienrückkäufe und die IPO-Vorbereitung stützen die Story – während der Markt die 2026er-Produktion, die deutlich höheren AISC (1.760–1.950 US-Dollar je Unze) und die Goldpreis-Schwankungen neu einpreist. Als nächster konkreter Meilenstein gilt laut Bericht der angestrebte Abschluss des Nordamerika-IPO bis Ende 2026.

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