Barrick Mining Aktie: Bemerkenswerte Talfahrt?
Die Aktie von Barrick Mining verlor diese Woche zeitweise bis zu 13 Prozent – und das trotz Rekordergebnissen. Auslöser war ein paradoxer Ausverkauf bei Edelmetallen, getriggert durch den Nahostkonflikt. Gleichzeitig verunsichert die niedrigere Produktionsprognose für 2026 die Anleger.
Der Goldpreis verhält sich derzeit kontraintuitiv. Normalerweise flüchten Investoren in Krisenzeiten in sichere Häfen wie Gold und Silber. Diese Woche geschah das Gegenteil. Während die Militärschläge der USA und Israels gegen Iran den Goldpreis zunächst auf über 5.400 US-Dollar je Unze trieben, folgte ein schneller Rücksetzer. Ein erstarkender US-Dollar machte die Gewinne zunichte.
Die März-Futures für Silber stürzten um 19 Prozent auf 91,88 US-Dollar ab. Gold-Futures gaben 6,6 Prozent auf 4.970 US-Dollar nach. Der Dollar-Index (DXY) kletterte um 0,9 Prozent, befeuert durch Spekulationen über eine mögliche Neubesetzung der Fed-Führung. Krieg kann inflationär wirken – könnte aber auch die Fed davon abhalten, Zinsen zu senken. Beides belastet Gold.
Starke Zahlen verpuffen
Barrick lieferte im vierten Quartal besser als erwartete Ergebnisse. Der Nettogewinn erreichte 2,41 Milliarden US-Dollar oder 1,43 US-Dollar je Aktie. Der bereinigte Gewinn lag bei 1,04 US-Dollar je Aktie – deutlich über den Analystenschätzungen von 0,87 US-Dollar. Der Umsatz schnellte um 31 Prozent auf 6 Milliarden US-Dollar hoch, auch hier klar über den Erwartungen von 5,16 Milliarden.
Die Quartalsdividende wurde um 140 Prozent auf 0,42 US-Dollar je Aktie erhöht. Der operative Cashflow stieg auf 2,73 Milliarden US-Dollar, der Free Cashflow auf 1,62 Milliarden – Anstiege von 13 beziehungsweise 9 Prozent gegenüber dem dritten Quartal. Im Gesamtjahr 2025 wuchs der Free Cashflow um 194 Prozent.
Doch die Märkte blicken voraus. Die Produktionsprognose für 2026 liegt bei 2,9 bis 3,25 Millionen Unzen Gold – unter den 3,26 Millionen Unzen aus 2025. Verantwortlich dafür ist unter anderem die Aussetzung der Förderung in der Mine Loulo-Gounkoto.
Kostendruck nimmt zu
Die steigenden Kosten belasten die Margen. Die Gesamtkosten je Unze und die All-in Sustaining Costs (AISC) stiegen im vierten Quartal um etwa 15 beziehungsweise 9 Prozent im Jahresvergleich. Die AISC erreichten 1.581 US-Dollar und legten im Gesamtjahr 2025 um 10 Prozent auf 1.637 US-Dollar zu.
Für 2026 kalkuliert Barrick mit AISC von 1.760 bis 1.950 US-Dollar je Unze – bei einem angenommenen Goldpreis von 4.500 US-Dollar. Die niedrigere Produktion treibt die Stückkosten zusätzlich nach oben.
Trotz der jüngsten Verluste bleibt die Aktie über dem 200-Tage-Durchschnitt. Der langfristige Aufwärtstrend ist intakt. Seit September 2025 legte die Aktie um 61,3 Prozent zu und übertraf damit den Branchendurchschnitt von 53 Prozent sowie den S&P 500 mit 6,1 Prozent deutlich.
Das aktuelle KGV von 12,41 liegt etwa 7,9 Prozent unter dem Branchenschnitt von 13,47. Auch gegenüber Agnico Eagle, Newmont und Kinross Gold ist die Aktie günstiger bewertet.
IPO als strategischer Hebel
Barrick plant für Ende 2026 den Börsengang von NewCo, einer Tochtergesellschaft, die die nordamerikanischen Goldvorkommen bündelt. Dazu gehören Anteile an Nevada Gold Mines, Pueblo Viejo und das vollständig eigene Fourmile-Projekt in Nevada.
Bei Fourmile gelang es dem Team, die ausgewiesenen Goldressourcen im zweiten Jahr in Folge zu verdoppeln. Die aktuellen Angaben umfassen 2,6 Millionen Unzen angezeigter Ressourcen und 13 Millionen Unzen vermuteter Ressourcen. Laufende Machbarkeitsstudien deuten auf weiteres Wachstumspotenzial hin.
Margen bleiben komfortabel
Mit AISC zwischen 1.760 und 1.950 US-Dollar je Unze und einem aktuellen Goldpreis deutlich über der internen Kalkulationsbasis von 4.500 US-Dollar verfügt Barrick über einen soliden Puffer. Selbst nach den jüngsten Preisrückgängen bleibt die Marge attraktiv.
2025 kaufte das Unternehmen eigene Aktien im Wert von 1,5 Milliarden US-Dollar zurück. Diese disziplinierte Kapitalallokation unterstreicht die finanzielle Stärke des Konzerns.
Die weitere Kursentwicklung dürfte eng mit dem Goldpreis und dem geplanten Nordamerika-IPO verknüpft bleiben. Beide Faktoren werden Investoren in den kommenden Wochen genau beobachten.
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