Der Pharmariese befindet sich in einer schwierigen Übergangsphase. Während die massiven Einnahmen aus dem Covid-Geschäft schwinden und wichtige Patentabläufe drohen, setzt das Management alles auf eine neue Karte: den lukrativen Markt für Abnehmpräparate. Mit einer üppigen Dividendenrendite von über 6 Prozent sollen Anleger bei Laune gehalten werden, bis die neue Pipeline liefert.

Angriff auf die Platzhirsche

Das zentrale Thema für die Zukunft des Konzerns ist die Adipositas-Pipeline. Anfang Februar 2026 meldete Pfizer positive Daten aus der Phase-2b-Studie (VESPER-3) für einen neuen Wirkstoffkandidaten. Der entscheidende Vorteil gegenüber den etablierten Mitteln von Novo Nordisk und Eli Lilly könnte die Anwendungsfrequenz sein: Statt wöchentlicher Injektionen zielt Pfizer auf eine monatliche Gabe ab.

Die Studie zeigte einen gewichtsreduzierenden Effekt von bis zu 12,3 Prozent, was das Mittel wettbewerbsfähig erscheinen lässt. Nun plant das Unternehmen eine breite Offensive mit über 20 klinischen Studien allein in diesem Jahr, um die Marktzulassung für 2028 vorzubereiten. Gelingt dies, hätte Pfizer ein starkes Argument für Patienten, die weniger häufig spritzen möchten.

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Gegenwind durch Umsatzrückgänge

Trotz der Zukunftsmusik bleibt die finanzielle Gegenwart herausfordernd. Die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026 liegt mit 59,5 bis 62,5 Milliarden US-Dollar unter dem Niveau von 2025. Hauptverantwortlich dafür ist der anhaltende Rückgang der Covid-Erlöse (Comirnaty und Paxlovid), die voraussichtlich auf rund 5 Milliarden US-Dollar schrumpfen werden – ein Bruchteil der Rekordwerte aus der Pandemiezeit.

Zusätzlich belasten auslaufende Patente die Bilanz. Wichtige Umsatztreiber wie der Blutverdünner Eliquis oder das Krebsmedikament Ibrance verlieren in der Phase bis 2030 ihren Exklusivschutz. Analysten werten die aktuelle Bewertung der Aktie, die mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von knapp 9 deutlich unter dem historischen Durchschnitt und der Branchenbewertung liegt, als Spiegelbild dieser Risiken. Aktuell notiert das Papier bei 23,30 Euro und hat sich damit etwas vom 52-Wochen-Tief bei 19,28 Euro gelöst.

Dividende als Warteprämie

Ein Trostpflaster für Geduldige bleibt die Ausschüttungspolitik. Gerade wurde die 349. Quartalsdividende in Folge ausgezahlt. Die aktuelle Dividendenrendite von 6,2 Prozent dient als Puffer, während das Unternehmen den strategischen Umbau vorantreibt. Auch im Onkologie-Bereich gab es zuletzt Erfolge, etwa die volle FDA-Zulassung für eine Kombinationstherapie bei Darmkrebs, was das Wachstum in diesem Segment stützen dürfte.

Das Jahr 2026 wird zeigen, ob die Innovationskraft die wegbrechenden Umsätze kompensieren kann. Ein konkreter Termin für Anleger steht bereits fest: Am 6. Juni werden auf der Tagung der American Diabetes Association detaillierte Ergebnisse der VESPER-3-Studie präsentiert. Diese Daten werden entscheidend dafür sein, ob Pfizer den Anschluss an die Marktführer im Adipositas-Segment glaubhaft herstellen kann.

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