Barrick startet mit Rekord-Cashflows und einer neuen Dividendenlogik ins Jahr – doch ausgerechnet der Goldpreis hat zuletzt spürbar nachgegeben. Gleichzeitig ziehen die Förderkosten an, und in Nevada droht Ärger mit Partner Newmont. Kann das Unternehmen die starke Cash-Generation gegen diese Gegenwinde verteidigen?

Starker Lauf – dann Rücksetzer

In den sechs Monaten bis zu dieser Woche hatte die Aktie bereits um 61,3% zugelegt. Rückenwind kam vom kräftigen Goldpreisanstieg, der durch geopolitische Spannungen sowie wirtschaftliche und zollpolitische Unsicherheit befeuert wurde – und von Ergebnissen, die die Prognosen übertrafen.

Anfang dieser Woche geriet die Dynamik jedoch ins Stocken. Am Dienstag fiel die Aktie um 8,7%, nachdem Gold- und Silberpreise deutlich nachgaben. Gold hatte den Februar bei rund 5.278 US-Dollar je Unze beendet, war nach einer Eskalation im Nahen Osten kurzzeitig bis etwa 5.416 US-Dollar gestiegen – und drehte anschließend wieder nach unten.

Rekordquartal und neue Ausschüttung

Operativ lieferte Barrick im vierten Quartal 2025 dennoch ein Ausnahmeergebnis: Der operative Cashflow erreichte 2,73 Mrd. US-Dollar, der Free Cashflow 1,62 Mrd. US-Dollar. Gegenüber dem dritten Quartal entsprach das einem Plus von 13% bzw. 9%. Der Gewinn je Aktie (netto) lag bei 1,43 US-Dollar – laut Unternehmen ein Rekordwert auf Quartalsbasis.

Dazu kommt ein Umbau der Dividendenpolitik. Ab Q4 2025 soll die Gesamtausschüttung auf Jahresbasis 50% des zurechenbaren Free Cashflows betragen. Sie setzt sich aus einer festen Basisdividende von 0,175 US-Dollar je Aktie pro Quartal und einer erfolgsabhängigen Zusatzkomponente zum Jahresende zusammen. Die Q4-Dividende soll am 16. März ausgezahlt werden (Stichtag: 27. Februar).

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Neben der Dividende kaufte Barrick im vierten Quartal rund 12,11 Mio. Aktien zurück. Im Gesamtjahr 2025 waren es etwa 51,90 Mio. Aktien (rund 3,0% der ausstehenden Aktien) für 1,5 Mrd. US-Dollar.

2026: Höhere AISC, geringere Mengen, Streit in Nevada

Die Kehrseite: Die Kosten steigen. Im vierten Quartal erhöhten sich die gesamten Cash-Kosten je Unze Gold um rund 15% gegenüber dem Vorjahr, die All-in Sustaining Costs (AISC) um rund 9% auf 1.581 US-Dollar je Unze. Für das Gesamtjahr 2025 lagen die AISC bei 1.637 US-Dollar je Unze (+10% gegenüber dem Vorjahr).

Treiber waren auch niedrigere Produktionsmengen. Die konsolidierte Goldproduktion sank im vierten Quartal um rund 19% auf 871.000 Unzen, im Gesamtjahr 2025 um 17%. Als Faktor nennt der Text unter anderem die Aussetzung des Betriebs in Loulo-Gounkoto, was die Stückkosten nach oben trieb.

Für 2026 erwartet Barrick eine Goldproduktion von 2,90 bis 3,25 Mio. Unzen. Bei den Kosten rechnet das Unternehmen mit höheren AISC von 1.760 bis 1.950 US-Dollar je Unze. Grundlage dieser Planung ist eine angenommene Goldpreis-Basis von 4.500 US-Dollar je Unze. Als Kostentreiber werden niedrigere Erzgehalte, teurere wichtige Einsatzstoffe und höhere Goldpreisannahmen genannt. Zusätzlich soll sich in Loulo-Gounkoto ein höheres Kostenniveau widerspiegeln, während Barrick nach der Rückerlangung der Kontrolle im Dezember 2025 die Förderung wieder hochfährt.

Bei den Projekten meldet Barrick Fortschritte: Im zu 100% gehaltenen Fourmile-Projekt in Nevada wurde die ausgewiesene Goldressource zum zweiten Mal in Folge verdoppelt (2,6 Mio. Unzen „indicated“ sowie 13 Mio. Unzen „inferred“). Das Bohrbudget soll 2026 auf 150 bis 160 Mio. US-Dollar steigen (2025: 91 Mio. US-Dollar). Die Lumwana-Kupfererweiterung liegt laut Text leicht vor Plan, die Auslieferung der Mining-Flotte für 2026 läuft bereits an.

Allerdings bekommt die geplante Abspaltung des Nordamerika-Geschäfts Gegenwind: Newmont hat als Joint-Venture-Partner bei Nevada Gold Mines (NGM) eine „Notice of Default“ zugestellt. Der Vorwurf: Barrick habe Ressourcen von NGM abgezogen, um das eigene Fourmile-Projekt voranzutreiben. Das erschwert den Plan, das Nordamerika-Geschäft abzuspalten und später in diesem Jahr 10% bis 15% an einer neuen Gesellschaft zu verkaufen.

Zum Schluss noch der Bewertungsrahmen aus dem Quelltext: Die Aktie handelt bei einem Forward-KGV von 12,41 und damit rund 7,9% unter dem Branchenmittel (13,47). Der weitere Kursverlauf hängt damit nicht nur am Goldpreis, sondern 2026 auch an zwei Stellschrauben: ob die Kosten wie geplant beherrschbar bleiben – und wie schnell Projekte wie Fourmile die gemeldeten Produktionsrückgänge abfedern können.

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