Barrick Mining startet mit Rückenwind ins Jahr 2026. Nach Führungsvakuum, Mali-Konflikt und Strategiewechsel scheint der Konzern vieles sortiert zu haben. Im Zentrum stehen der Übergang an die Interimsspitze, die Beilegung der Mali-Auseinandersetzung und der forcierte Ausbau des Kupfergeschäfts. Reicht diese Kombination, um die Neubewertung an der Börse zu tragen?

Führung und Strategie im Fokus

Seit Ende September 2025 führt Interim-CEO Mark Hill das Unternehmen. Der frühere COO für Lateinamerika und Asien-Pazifik steht im Februar bei Zahlen und Strategiepräsentation vor seinem ersten großen Auftritt.

Sein Auftrag ist klar umrissen: Die Neuausrichtung als „Barrick Mining“ mit dem Tickersymbol „B“ soll konsequent umgesetzt werden. Kern ist der Ausbau des Kupferportfolios neben erstklassigen Goldprojekten. An der grundsätzlichen Ausrichtung „Wert vor Volumen“ hält der Konzern fest.

Die Erholung des Aktienkurses in den mittleren 40-Dollar-Bereich signalisiert, dass der Markt den abrupten Abgang von Langzeitchef Mark Bristow weitgehend verarbeitet hat. Die Erfolgsbilanz Hills im operativen Bereich und die strategische Kontinuität scheinen Vertrauen zu stützen.

Mali-Streit beigelegt

Ein zentraler Unsicherheitsfaktor fiel Ende 2025 mit der Lösung des Konflikts um den Loulo-Gounkoto-Komplex weg. Nach Beschlagnahmung von Gold und einem vorübergehenden Produktionsstopp erreichte Barrick eine Einigung mit der Regierung und erhielt auf Basis des Minengesetzes von 2023 eine neue Abbaulizenz über zehn Jahre.

Die Wiederaufnahme des vollen Betriebs an diesem Kernasset stellt einen wichtigen Teil der freien Cashflow-Generierung für das erste Quartal 2026 wieder her. Angesichts durchschnittlicher Goldpreise von über 4.300 US-Dollar je Unze im vierten Quartal 2025 dürfte das zusätzliche Volumen zu sehr hohen Margen beitragen und frühere Wertberichtigungen aus der Krise teilweise kompensieren.

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Kupfer als zweites Standbein

Die Umfirmierung zu Barrick Mining Corporation unterstreicht die Aufwertung von Kupfer zur strategisch gleich wichtigen Säule neben Gold. Der Konzern beschleunigt die Machbarkeitsstudien für das Reko-Diq-Projekt in Pakistan und treibt den Ausbau der Lumwana-Supergrube in Sambia voran.

Diese Doppelpositionierung in Gold und Kupfer spricht institutionelle Investoren an, die gleichzeitig einen Inflationsschutz über Gold und ein Engagement in der Elektrifizierungsnachfrage über Kupfer suchen.

Bewertung und Marktbild

Die aktuelle Bewertung hat den Charakter eines „Aufholtrades“. Während der Goldpreis 2025 um mehr als 60 % zulegte, blieben Minenwerte zunächst zurück – gebremst von Kosteninflation und politischen Risiken wie in Mali.

Mit inzwischen stabilisierten All-in Sustaining Costs (AISC) und realisierten Goldpreisen, die fast doppelt so hoch liegen wie historische Durchschnitte, weitet sich die Marge deutlich aus. Die implizierte Profitabilität liegt damit auf einem außergewöhnlich hohen Niveau.

Charttechnisch spiegelt sich diese Stärke wider. Trotz einer deutlichen, branchenweiten Korrektur am 29. Dezember, ausgelöst durch einen kurzfristigen „Flash Crash“ am Silbermarkt, behauptete die Aktie die Unterstützung bei 44,00 US-Dollar. Damit entkoppelt sich der Titel spürbar von der Volatilität kleinerer Minenwerte und bestätigt seine Rolle als großer, diversifizierter Produzent.

Ausblick: Drei zentrale Treiber

Kurzfristig rücken drei Faktoren in den Vordergrund:

  • Strategie-Update im Februar 2026: Die anstehenden Quartalszahlen und die begleitende Präsentation bieten Mark Hill die Bühne, die langfristige Ausrichtung zu präzisieren und möglicherweise Klarheit über seinen Interim-Status zu schaffen.
  • Technische Marken: Ein Tagesschlusskurs über dem Rekordhoch von 46,45 US-Dollar würde ein neues Ausbruchssignal liefern und den Weg in Richtung der psychologisch wichtigen 50-Dollar-Marke öffnen.
  • Makroumfeld: Die US-Geldpolitik für 2026 bleibt datenabhängig. Weitere Schwäche des US-Dollar könnte Gold über 4.600 US-Dollar je Unze treiben und damit Barricks Ergebnis zusätzlich stützen.

Zum Wochenauftakt präsentiert sich Barrick Mining als deutlich veränderter Konzern: Die Konflikte des Jahres 2025 sind weitgehend abgearbeitet, das Kupferengagement gewinnt an Gewicht, und die Aktie bietet nun einen ausgeprägten Hebel auf einen anhaltenden Metall-Superzyklus.

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