ASML Aktie: KI zieht an
ASML liefert gerade das, worauf Anleger im Halbleitersektor hoffen: ein klares Signal, dass der KI-Investitionszyklus nicht abkühlt, sondern an Tempo gewinnt. Der Auslöser ist der Quartalsbericht von gestern – mit Rekordaufträgen und einem deutlich ambitionierteren Ausblick. Gleichzeitig zeigt ein Jobabbau: Selbst in Boomzeiten will das Management die Organisation schlanker machen.
Rekordaufträge als stärkstes Signal
Der zentrale Punkt des Berichts vom Mittwoch waren die Netto-Auftragseingänge: Im vierten Quartal 2025 erreichte ASML €13,2 Mrd. – mehr als doppelt so viel wie der Marktkonsens von rund €6,3 Mrd.. Das ist mehr als nur eine gute Zahl. Es deutet darauf hin, dass Kunden ihre Kapazitätspläne für die kommenden Jahre konkretisieren und die Nachfrage nach KI-Infrastruktur eher als langfristig denn als kurzfristige Welle betrachten.
Besonders gefragt waren die modernsten Systeme: Bestellungen für EUV-Lithografie (entscheidend für die Produktion der neuesten Chips für KI und High-Performance-Computing) machten €7,4 Mrd. der Aufträge aus.
Zahlen, Ausblick – und viel Geld für Aktionäre
Operativ lieferte ASML ebenfalls solide ab. Der Umsatz im vierten Quartal lag bei €9,7 Mrd. und damit über der eigenen Prognose. Im Gesamtjahr 2025 erzielte das Unternehmen €32,7 Mrd. Umsatz (rund +15,6% im Jahresvergleich) sowie einen Nettogewinn von €9,6 Mrd..
Noch wichtiger für die Bewertung: ASML hat den Ausblick für 2026 angehoben. Erwartet werden nun €34 bis €39 Mrd. Umsatz – am Mittelwert entspricht das etwa 20% Wachstum. Als Treiber nennt das Management den weiteren Ausbau globaler Kapazitäten in Logic- und Memory-Chips.
Parallel dazu kündigte ASML ein neues Aktienrückkaufprogramm von bis zu €12 Mrd. an, das sofort startet und bis Ende 2028 laufen soll. Zudem bekräftigte das Unternehmen, die Dividende weiter steigern zu wollen.
Wichtige Eckdaten im Überblick:
- Q4-Nettoaufträge: €13,2 Mrd. (Rekord; deutlich über Erwartungen)
- EUV-Anteil an Aufträgen: €7,4 Mrd.
- Umsatz Q4: €9,7 Mrd. (über eigener Prognose)
- Umsatz 2025: €32,7 Mrd. (+15,6%)
- Umsatz-Ausblick 2026: €34–€39 Mrd. (angehoben)
- Aktienrückkauf: bis €12 Mrd. (bis Ende 2028)
Straffung trotz Boom: 1.700 Stellen weniger
Trotz Rekordwerten plant ASML den Abbau von rund 1.700 Stellen (etwa 4% der Belegschaft). Der Fokus liegt laut Unternehmen vor allem auf Support-Funktionen und Management-Ebenen, nicht auf technischen Rollen. CFO Roger Dassen begründet das mit weniger Komplexität – damit Ingenieure sich wieder stärker auf Technik statt interne Abstimmung konzentrieren können. Betroffen sind vor allem Standorte in den Niederlanden und den USA.
Was bedeutet das konkret für die Aktie? Der Markt liest den Bericht vor allem als Bestätigung, dass der KI-getriebene Investitionszyklus weiterläuft – und kombiniert das mit der zusätzlichen Unterstützung durch den großen Rückkauf. In den Kursdaten spiegelt sich das Momentum: Auf Sicht von 30 Tagen liegt die Aktie +32,72%, und sie notiert nur rund 2,18% unter dem 52‑Wochen‑Hoch.
Am Ende bleibt vor allem eine Botschaft: Rekordaufträge, höherer 2026-Ausblick und ein milliardenschweres Rückkaufprogramm zeichnen ein Bild von anhaltend starkem Investitionsdruck in der Chipindustrie – während ASML intern parallel die Strukturen strafft, um in diesem Tempo beweglich zu bleiben.
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