Amazon vollzieht derzeit einen der härtesten Strategiewechsel seiner Konzerngeschichte. Während der Tech-Gigant den größten Stellenabbau seit seiner Gründung vorantreibt, laufen im Hintergrund offenbar Verhandlungen über eine gigantische Investition in künstliche Intelligenz. Für Anleger kristallisiert sich eine klare Botschaft heraus: Der Konzern opfert alte Strukturen und Gewissheiten, um die immensen Kosten der KI-Zukunft zu stemmen.

Historischer Stellenabbau

Der E-Commerce-Riese bestätigte in dieser Woche die Streichung von rund 16.000 Stellen im Verwaltungsbereich. Zusammengenommen mit der ersten Entlassungswelle im Oktober 2025 summieren sich die Kürzungen auf etwa 30.000 Positionen – das entspricht fast zehn Prozent der gesamten Belegschaft im Corporate-Bereich. Betroffen sind laut Berichten breite Teile des Konzerns, von der Cloud-Sparte AWS über die Sprachassistenz Alexa bis hin zu Prime Video und der Werbeabteilung.

Die Umsetzung verlief dabei nicht ohne Pannen: Ein intern als "Project Dawn" bezeichneter Plan sickerte bereits vor der offiziellen Ankündigung durch eine fehlgeleitete E-Mail durch, was für zusätzliche Unruhe in der Belegschaft sorgte. Dass Amazon gleichzeitig die Schließung verbliebener "Amazon Fresh"- und "Amazon Go"-Filialen vorantreibt, unterstreicht die Abkehr von kostenintensiven Experimenten im stationären Handel.

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Milliardenwette auf OpenAI

Doch wohin fließt das eingesparte Kapital? Medienberichten zufolge befindet sich Amazon in Gesprächen, bis zu 50 Milliarden US-Dollar in den ChatGPT-Entwickler OpenAI zu investieren. Ein solcher Schritt wäre bemerkenswert, da Amazon bereits mit rund 8 Milliarden US-Dollar am direkten Konkurrenten Anthropic beteiligt ist.

Marktbeobachter werten dieses aggressive Vorgehen als Versuch, die eigene Cloud-Infrastruktur unverzichtbar zu machen. Teil des Deals könnte eine Vereinbarung sein, dass OpenAI künftig Amazon-eigene KI-Chips nutzt. Angesichts geplanter Investitionsausgaben (Capex) von 125 Milliarden US-Dollar für das Jahr 2026 wird deutlich, dass CEO Andy Jassy den Konzern kompromisslos auf das KI-Zeitalter trimmt.

Vertrauensbeweis der Anleger

Der Kapitalmarkt scheint diesen harten Schwenk bislang zu honorieren. Trotz der Turbulenzen notiert die Aktie mit einem Schlusskurs von 241,00 US-Dollar nur knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 247,50 US-Dollar. Die moderate Korrektur von knapp einem Prozent am Freitag deutet darauf hin, dass Investoren die Effizienzmaßnahmen als notwendig erachten, um die Profitabilität in einem investitionsintensiven Umfeld zu sichern.

Ob die radikale Umstrukturierung bereits Früchte trägt, wird sich am kommenden Mittwoch zeigen. Am 5. Februar 2026 legt Amazon die Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor – ein Termin, der erste Antworten auf die finanzielle Tragweite des neuen Kurses liefern dürfte.

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