Apple Aktie: Unabhängig
Apple liefert Anlegern gerade ein seltenes Bild: Während rund um KI-Investitionen und Tech-Bewertungen Nervosität herrscht, bewegt sich die Aktie auffallend eigenständig. Gleichzeitig hat Berkshire Hathaway erneut Anteile reduziert – ein Signal, das man nicht ignorieren sollte, aber auch nicht überbewerten muss.
Berkshire kürzt erneut
Berkshire Hathaway hat seinen Apple-Anteil im vierten Quartal um 4,3% verringert, wie aus einer Pflichtmeldung hervorgeht. Der Wert der Position liegt nun bei rund 61,96 Mrd. US-Dollar (laut InsiderScore).
Trotz des Verkaufs bleibt Apple mit Abstand Berkshires größte Aktienposition. Der Schritt setzt eine schrittweise Reduzierung fort: Bereits im zweiten und dritten Quartal 2025 hatte Berkshire leicht gekürzt, nachdem der Konzern den Apple-Bestand 2024 schon um etwa zwei Drittel reduziert hatte.
Bemerkenswert am Timing: Das vierte Quartal war die letzte Berichtsperiode, in der Warren Buffett an der Spitze stand. Seit Beginn dieses Jahres führt Greg Abel den Konzern als CEO.
Seltene Entkopplung von der Nasdaq
Noch auffälliger als Berkshires Kürzung ist Apples Statistik zur Marktbindung. Die 40-Tage-Korrelation der Aktie zum Nasdaq-100 fiel in der vergangenen Woche auf 0,21 – laut Bloomberg der niedrigste Wert seit 2006. Im Mai lag dieser Wert noch bei 0,92.
Ein Treiber dieser Sonderrolle: Apple hält sich weitgehend aus dem Wettlauf um große KI-Infrastruktur-Ausgaben heraus. Das macht den Konzern im aktuellen Umfeld für einige Investoren interessanter, weil sich die typischen KI-Übertreibungen und -Sorgen weniger direkt im Kurs widerspiegeln.
Wie stabil ist dieser „Sonderstatus“? Er zeigt sich zumindest kurzfristig auch in der relativen Kursentwicklung: Am Dienstag gewann die Aktie 3,2%, während der Nasdaq 100 leicht nachgab. Im Februar gelang es Apple bereits drei Mal, die Benchmark um mindestens drei Prozentpunkte zu schlagen. Auf Monatssicht steht Apple bei +1,7%, während der Nasdaq 100 3,2% verloren hat und der „Magnificent Seven“-Index 7,2% im Minus liegt.
Bewertung, Rückschläge und nächster Termin
Die Zurückhaltung bei KI-Großinvestitionen ist jedoch nicht nur Stärke, sondern auch ein Punkt, an dem Anleger genauer hinschauen. Apple profitiert davon, nicht Teil der aktuellen Capex-Rally der Wettbewerber zu sein – und steht zugleich weniger im Fokus jener Disruptionsängste, die vor allem softwarelastige Geschäftsmodelle treffen.
Gleichzeitig ist die Aktie ambitioniert bewertet: Rund das 30-Fache der geschätzten Gewinne der kommenden zwölf Monate. Das liegt laut Bloomberg über den meisten „Magnificent Seven“-Werten (mit Ausnahme von Tesla) und über dem Nasdaq-100-Niveau von etwa 24.
Und ganz ohne Volatilität geht es auch bei Apple nicht. In der vergangenen Woche fiel die Aktie um 8% – der größte Wochenrückgang seit April. Ein besonders schwacher Tag war ein Minus von 5%, ausgelöst durch Berichte über mögliche Verzögerungen bei einem Upgrade des Siri-Sprachassistenten.
Wedbush bekräftigte am Dienstag sein „Outperform“-Rating und ließ das Kursziel unverändert. Der nächste konkrete Termin, auf den der Markt nun blickt: Apples Produkt-Event Anfang März, angesetzt für den 4. März.
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