Adyen steht vor einer Neubewertung durch den Markt, nachdem das Unternehmen seine mittelfristigen Wachstumsziele nach unten geschraubt hat. Während institutionelle Analysten mit deutlichen Kursziel-Senkungen reagieren, treibt der Zahlungsdienstleister seine B2B-Expansion voran. Kann der konsequente Ausbau strategischer Partnerschaften die gedämpften Erwartungen der Investoren kompensieren?

Berenberg kürzt Kursziel deutlich

Am Dienstag senkte die Berenberg Bank das Kursziel für die Adyen-Aktie von 1.550 Euro auf 1.000 Euro, behielt jedoch die Einstufung auf „Hold“ bei. Auslöser für diesen Schritt war die Anpassung der Prognose für das Nettoumsatzwachstum im Jahr 2026 auf nun 20 bis 22 Prozent. Zuvor hatte das Management einen Wert im niedrigen bis mittleren 20-Prozent-Bereich in Aussicht gestellt.

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Analysten werten diese Reduzierung kritisch. Eine niedrigere Basis für das Jahr 2026 erschwere das Szenario einer Wachstumsbeschleunigung in den Folgejahren. Die Aktie hatte bereits am 14. Februar mit einem Stand von rund 897 Euro ein 52-Wochen-Tief markiert, bevor eine erste Stabilisierung einsetzte.

Fokus auf B2B-Partnerschaften

Trotz des konservativeren Ausblicks weitet Adyen seine operative Reichweite durch Kooperationen im Bereich des betrieblichen Ausgabenmanagements aus. Am gestrigen Mittwoch bestätigte Mesh Payments eine strategische Partnerschaft, um seine Aktivitäten in Großbritannien und Europa zu skalieren. Durch die Integration der Adyen-Technologie können Unternehmen künftig lokale Firmenkarten in Landeswährung ausgeben. Ziel ist es, Fremdwährungsgebühren bei grenzüberschreitenden Transaktionen zu eliminieren.

Bereits am Dienstag kündigte das Unternehmen zudem eine Zusammenarbeit mit Medius an. Im Fokus steht die Einführung von Firmenkreditkarten, die mit der Automatisierungslösung für die Kreditorenbuchhaltung verknüpft sind. Der Rollout in der EU und Großbritannien ist für das erste Quartal 2026 geplant, eine Expansion in die USA soll im weiteren Jahresverlauf folgen. Ein Cashback-Anreiz von bis zu 0,5 Prozent soll die Wettbewerbsfähigkeit im Markt für Firmenausgaben stärken.

Kursstabilisierung auf niedrigem Niveau

An der Börse wird die Aktie heute in einer Spanne zwischen 985 Euro und 1.001 Euro gehandelt. Damit erholt sich der Titel zwar leicht von seinen Tiefstständen aus der Mitte des Monats, bleibt aber unter dem Eindruck der revidierten Analystenschätzungen. Die Beibehaltung des „Hold“-Ratings durch Berenberg deutet darauf hin, dass das fundamentale Geschäftsmodell trotz des moderateren Wachstumstempos weiterhin als intakt gilt. Investoren müssen nun abwägen, wie schnell die neuen Partnerschaften im Bereich der eingebetteten Finanzlösungen nennenswerte Umsatzbeiträge liefern können.

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