Der deutsche Leitindex hat am Donnerstag alle Gewinne vom Vortag wieder abgegeben. Nach einem schwachen Start rutschte das Barometer zeitweise unter die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten – ein Signal, das Anleger aufhorchen lässt.

Zum Handelsauftakt verlor der DAX 0,32 Prozent auf 25.198 Punkte. Im weiteren Verlauf verstärkte sich die Korrektur deutlich. Erst am Mittwoch hatte der Index mit 25.315 Punkten den höchsten Stand seit Mitte Januar erreicht und war damit in Schlagdistanz zum Rekordhoch gerückt.

Fed-Protokoll bremst die Euphorie

Die Stimmung kippte nach Veröffentlichung des Sitzungsprotokolls der US-Notenbank. Darin warnten die Fed-Mitglieder vor den Risiken einer anhaltend hohen Inflation. Einige Notenbanker sprachen sich sogar für steigende Zinsen aus – eine deutliche Kehrtwende gegenüber den bisherigen Markterwartungen.

Die Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen waren damit erstmal vom Tisch. Auch die US-Indizes konnten ihr Niveau vom europäischen Handelsschluss nicht halten und gaben nach. Der politische Druck aus Washington scheint die Fed-Entscheider weniger zu beeinflussen als befürchtet.

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Gemischte Signale aus der Wirtschaft

Die Konjunkturdaten aus den USA zeichneten ein widersprüchliches Bild. Das Handelsdefizit fiel mit minus 70,3 Milliarden Dollar deutlich höher aus als die erwarteten 55,5 Milliarden – kein gutes Signal angesichts der protektionistischen Handelspolitik. Immerhin: Die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung sanken auf 206.000 und lagen damit unter den befürchteten 225.000. Der Abwärtstrend am US-Arbeitsmarkt hat sich vorerst verlangsamt.

In Europa bleibt die konjunkturelle Lage wechselhaft. Die Volkswirtschaften bewegen sich bestenfalls in einer Stagnationsphase und versuchen, eine Talsohle auszubilden. Vereinzelte positive Wirtschaftsdaten konnten den Schwung nicht halten, wenn Unternehmenszahlen die Erwartungen verfehlten.

Rekordhoch in weiter Ferne?

Am 13. Januar hatte der DAX bei 25.507 Punkten ein Allzeithoch markiert und erstmals die Schwelle von 25.500 Punkten überschritten. Aus Expertensicht würde ein nachhaltiger Rückfall unter 25.000 Punkte diese Perspektive vorerst wieder trüben. Die Belastung durch schwache Unternehmensbilanzen – etwa von Airbus, das trotz guter Zahlen mit der Jahresprognose enttäuschte – dürfte den Index weiter unter Druck setzen.

Der Handel bleibt von ausgedehnten Gewinnmitnahmen bei Einzelaktien geprägt. Solange die Fed keine Klarheit über den geldpolitischen Kurs schafft, dürfte der DAX in seiner aktuellen Handelsspanne gefangen bleiben.

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