Siemens liefert Rekordzahlen und hebt die Prognose an – trotzdem rückt eine andere Frage in den Vordergrund: Wird generative KI ausgerechnet das profitable Softwaregeschäft der Sparte „Digital Industries“ langfristig anknabbern? Genau diese Sorge drückt heute auf die Stimmung und bremst den zuletzt positiven Lauf.

Warum der Markt trotz Rekordzahlen nervös ist

Nach den starken Quartalszahlen in der vergangenen Woche hat sich die Marktstimmung spürbar eingetrübt. Investoren schauen weniger auf die jüngsten Erfolge, sondern auf den möglichen Strukturbruch: Generative KI könnte klassische Industrie-Software verändern – und damit auch Preissetzungsmacht und Wachstumserwartungen.

Im Kursbild spiegelt sich diese Unsicherheit. Die Aktie gibt heute nach und rutscht auf 241,35 Euro (‑1,41%). Auf Sicht von sieben Tagen steht ein Minus von 4,09% zu Buche. Das wirkt wie eine Konsolidierung nach den jüngsten Impulsen – trotz weiterhin ordentlicher 12‑Monats‑Bilanz von +9,88%.

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KI-Boom: Rückenwind in der Hardware, Gegenwind in der Software?

Der aktuelle Fokus steht in auffälligem Kontrast zu den Management-Aussagen von der Bilanzpressekonferenz am 12. Februar. Dort betonte Siemens, dass die hohe Nachfrage nach Rechenzentren und KI-Infrastruktur ein wichtiger Treiber für die angehobene Ergebnisprognose sei. Teile des Konzerns profitieren also direkt vom KI-Boom, etwa über Infrastruktur- und Elektrifizierungsfelder.

Gleichzeitig richtet sich der Blick des Marktes nun stärker auf die Software-Seite. Hintergrund der Skepsis: KI-gestützte Codierung und Automatisierung könnten etablierte Softwaremodelle unter Druck setzen. Nicht weil Siemens keine KI-Chancen hätte – sondern weil KI das gesamte Spielfeld schneller verändert, als es klassische Softwarezyklen gewohnt sind.

Duell mit SAP als Stimmungsbarometer

Die Debatte fällt in eine Phase, in der Siemens und SAP eng um den Status des wertvollsten deutschen Börsenunternehmens ringen. Nach der Prognoseanhebung hatte Siemens kurzzeitig die Nase vorn, zuletzt konnte SAP wieder Boden gutmachen.

Der Rücksetzer bei Siemens zeigt vor allem eines: Der Markt reagiert derzeit extrem sensibel auf technologische Strukturthemen – selbst dann, wenn die fundamentalen Zahlen, wie der jüngste Gewinnsprung im ersten Quartal, eigentlich Stabilität signalisieren. Konkret bleibt damit die KI-Wirkung auf das Software-Portfolio der entscheidende Punkt, der die kurzfristige Bewertung und Stimmung mitprägt.

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