ams OSRAM Aktie: Wichtiger Streit beendet
Aus einem juristischen Gegner wird ein neuer Kunde. Ams Osram legt nicht nur einen patentrechtlichen Konflikt bei, sondern sichert sich zugleich neue Umsätze durch eine strategische Liefervereinbarung. Dieser taktische Schachzug unterstreicht den aktuellen Kurs der Neuausrichtung, auch wenn der Aktienkurs heute nachgibt.
Die Fakten im Überblick
- Partner: Shenzhen Meizhi Optoelectronics
- Streitgegenstand: Patente für Gartenbau-LEDs (Marke Spider Farmer)
- Einigung: Beilegung der Verfahren in den USA und Düsseldorf
- Konsequenz: Abschluss einer langfristigen Lieferpartnerschaft
- Datum: Bekanntgabe am 16. Februar 2026
Vom Kläger zum Lieferanten
Der österreichisch-deutsche Technologiekonzern hat eine pragmatische Lösung für seine Auseinandersetzung mit dem chinesischen Unternehmen Shenzhen Meizhi Optoelectronics gefunden. Statt sich weiter vor dem U.S. District Court in Massachusetts und dem Landgericht Düsseldorf zu streiten, einigten sich beide Parteien auf einen Vergleich.
Der Kern der Vereinbarung ist bemerkenswert: Meizhi wird zukünftig Gartenbau-LEDs direkt von ams Osram beziehen. Dieter Boss, verantwortlich für das geistige Eigentum des Konzerns, wertet diesen Schritt als Erfolg für die eigene Innovationskraft. Das Unternehmen demonstriert damit, dass es sein Portfolio von über 12.000 Patenten konsequent verteidigt und gleichzeitig in der Lage ist, Konflikte in kommerzielle Partnerschaften umzuwandeln.
Am Markt verpuffte die Nachricht zunächst. Der Kurs notiert heute bei 8,97 Euro und damit unter dem gestrigen Schlusskurs. Mit einem RSI von 16,4 ist der Titel technisch mittlerweile massiv überverkauft.
Strategischer Umbau läuft
Die Einigung fügt sich nahtlos in die aktuelle Transformation des Konzerns ein. Das Management räumt das Portfolio derzeit rigoros auf. Erst Anfang Februar kündigte ams Osram den Verkauf des nicht-optischen Sensorgeschäfts an Infineon für 570 Millionen Euro an.
Gleichzeitig soll das Sparprogramm „Simplify“ die Kosten bis 2028 um rund 200 Millionen Euro senken. Der Fokus verschiebt sich damit eindeutig auf den Bereich Digital Photonics, also intelligente optische Halbleiter für Anwendungen in der Automobilindustrie, Medizintechnik und KI-Rechenzentren.
Die Beilegung des Rechtsstreits eliminiert ein Störfeuer und schont Ressourcen, die für diese strategische Neuausrichtung benötigt werden. Ob die Kombination aus Kostensenkungen und Portfoliobereinigung die gewünschte Wende bringt, werden die kommenden Quartalszahlen zeigen müssen.
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