Infineon Aktie: BMW-Deal
Infineon verankert sich tiefer in BMWs neuer E-Auto-Generation: Für die „Neue Klasse“ liefert der Halbleiterkonzern zentrale Bausteine der software-definierten Fahrzeugarchitektur. Entscheidend ist dabei weniger der PR-Effekt, sondern die Frage: Wie groß ist der technische Fußabdruck von Infineon in der neuen Plattform?
Die Kooperation wurde gestern, am 16. Februar 2026, offiziell bekannt gegeben. Heute notiert die Infineon-Aktie bei 43,24 Euro und bleibt damit nur knapp unter dem jüngsten 52‑Wochen‑Hoch (43,51 Euro).
Was Infineon für die „Neue Klasse“ liefert
BMW setzt bei der „Neue Klasse“ auf eine skalierbare E/E-Architektur. Infineon steuert dafür Komponenten in gleich mehreren Schlüsselbereichen bei: Computing, Konnektivität sowie Energie-Management und -Verteilung.
Wichtig dabei: Im Kern der Architektur stehen vier zentrale Recheneinheiten („Superbrains“). Eine davon, „Heart of Joy“, bündelt Fahrdynamik-Funktionen wie Beschleunigung, Bremsen und Lenkung in einem Hochgeschwindigkeitscomputer. Laut Mitteilung basiert die Rechenleistung hier vollständig auf Infineon-Mikrocontrollern – mit einem AURIX-Mikrocontroller der neuesten Generation (TC4D) im Zentrum.
Die wichtigsten Fakten zur Partnerschaft:
- Ankündigung: 16. Februar 2026
- Plattform: BMW „Neue Klasse“ (erstes Modell: BMW iX3)
- Infineon-Lieferumfang: AURIX- und TRAVEO-Mikrocontroller, BRIGHTLANE-Ethernet, OPTIREG-Power-Management-ICs, PROFET-Smart-Power-Switches und eFuses
- Zonales Design (BMW iX3): Kabelbaum laut Infineon rund 600 Meter kürzer, etwa 30% Gewichtsreduktion
- Energieeffizienz: rund 20% besser durch softwaregesteuerte Stromverteilung (laut Unternehmensangaben)
Zonal, effizient, softwaregesteuert – der Hebel liegt im Energiemanagement
Ein zentraler Punkt der neuen Architektur ist das zonale Design. Die Verkabelung wird deutlich reduziert, was Gewicht spart. Dazu kommt die intelligente Stromverteilung: Smart eFuses aus der PROFET Wire Guard-Familie sollen bis zu 150 klassische Sicherungen pro Fahrzeug ersetzen.
Der Clou: Die Energieverteilung wird softwaregesteuert. Je nach Zustand (Laden, Fahren, Parken, Update) können Verbraucher gezielt abgeschaltet werden. Infineon beziffert den Effizienzgewinn dadurch auf rund 20%.
Einordnung: Automotive-Position wird untermauert
Infineon betont seine Rolle im Automotive-Sektor auch strategisch. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben seit 2020 globaler Marktführer bei Automobil-Halbleitern und hatte im August 2025 das Automotive-Ethernet-Geschäft von Marvell Technology übernommen – ein Baustein für Hochgeschwindigkeits-Kommunikation, die bei software-definierten Fahrzeugen (inklusive Over-the-Air-Updates) eine zentrale Rolle spielt.
Ein konkreter nächster Termin ist ebenfalls gesetzt: Am 19. Februar 2026 will Infineon den BMW iX3 auf der Hauptversammlung präsentieren – als greifbares Beispiel dafür, wie die eigenen Komponenten in der „Neue Klasse“ eingesetzt werden.
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