Ams Osram Aktie: Wichtiger Doppelschlag
Ams Osram treibt seinen Konzernumbau konsequent voran. Mit einer technologischen Neuheit für Elektrofahrzeuge und der gleichzeitigen Beilegung eines internationalen Patentstreits setzt das Unternehmen zwei operative Ausrufezeichen. Doch reicht dieser strategische Fortschritt aus, um die zuletzt angeschlagene Aktie wieder nachhaltig zu beleben?
Technologische Offensive
Im Zentrum der aktuellen Entwicklung steht der neue Positionssensor AS5173. Dieses Bauteil zielt spezifisch auf die Fahrwerkssteuerung schwerer Elektrofahrzeuge ab. Da Batteriepakete das Fahrzeuggewicht signifikant erhöhen, steigt der Bedarf an präziser Dämpfungstechnik massiv an.
Ams Osram liefert hier eine Lösung, die dank hoher Empfindlichkeit ohne teure und schwere Seltenerdmagneten auskommt. Dies ist ein entscheidender Faktor für Automobilhersteller, um die Abhängigkeit von volatilen Rohstoffmärkten zu verringern. Die Innovation fügt sich nahtlos in das laufende Transformationsprogramm „Simplify“ ein. Der Konzern fokussiert sich damit stärker auf profitable Kernbereiche der optischen und magnetischen Sensorik, nachdem das nicht-optische Geschäft kürzlich für 570 Millionen Euro an Infineon veräußert wurde.
Rechtsstreit beigelegt
Auch auf juristischer Ebene schafft das Management Altlasten aus der Welt. Der langwierige Patentstreit mit Shenzhen Meizhi Optoelectronics um LED-Technologie für den Gartenbau endete mit einer Einigung. Die Auseinandersetzung, die zuvor Gerichte in den USA und Deutschland beschäftigte, mündet nun in eine kommerzielle Partnerschaft.
Das chinesische Unternehmen wird die entsprechenden LEDs künftig direkt von Ams Osram beziehen. Dieser Schritt sichert nicht nur das geistige Eigentum des österreichisch-deutschen Konzerns, sondern wandelt ein juristisches Risiko in direkten Umsatz um.
Aktie sucht Boden
An der Börse wird dieser operative Fortschritt bisher nur zögerlich honoriert. Am Freitag ging das Papier mit einem Minus von 1,48 Prozent bei 9,35 Euro aus dem Handel. Zwar steht seit Jahresanfang ein Plus von 10,00 Prozent zu Buche, doch der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von über 30 Prozent verdeutlicht die anhaltende Skepsis der Investoren.
Technisch ist die Situation angespannt, aber nicht chancenlos. Ein RSI von 16,4 deutet mittlerweile auf eine stark überverkaufte Situation hin, was kurzfristig eine technische Gegenbewegung begünstigen könnte.
Ams Osram liefert auf der operativen Ebene: Die Produktpipeline füllt sich und juristische Störfeuer werden gelöscht. Entscheidend für die nachhaltige Kurserholung ist nun die strikte Umsetzung der angekündigten Einsparungen von 200 Millionen Euro bis 2028. Gelingt es dem Konzern, die technologische Marktführerschaft bei E-Mobilität und optischen Sensoren in stabile Margen umzumünzen, dürfte die aktuelle Bewertungslücke mittelfristig geschlossen werden.
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