Der iShares MSCI World ETF hat am Freitag seine Zusammensetzung angepasst und dabei klare Akzente gesetzt. Während das Portfolio insgesamt schlanker wird, rücken Themen wie KI-Hardware und Satellitenkommunikation stärker in den Vordergrund. Doch diese Anpassung ist nur das Vorspiel: Im Mai steht eine weitreichende Reform der Index-Methodik an, die deutlichere Spuren hinterlassen könnte.

Weniger Titel, neuer Fokus

Die aktuelle Neugewichtung fällt ungewöhnlich asymmetrisch aus. Dem Index wurden 18 neue Unternehmen hinzugefügt, während 27 bestehende Positionen weichen mussten. Besonders der US-Markt ist von dieser Straffung betroffen: Hier stehen lediglich acht Neuzugängen fünfzehn Streichungen gegenüber. Prominente Abgänge sind unter anderem DocuSign und Paycom, die die erforderlichen Schwellen bei der Marktkapitalisierung unterschritten haben.

Bei den Neuzugängen dominieren US-Unternehmen die Spitze. Mit der Aufnahme von AST SpaceMobile, Coherent Corp und FTAI Aviation vollzieht der Fonds eine thematische Schärfung. Der Fokus verschiebt sich spürbar hin zu Weltraum-Konnektivität, industriellen Materialien und Luftfahrtdienstleistungen. Trotz dieser Nischen-Ergänzungen bleibt der grundlegende Charakter des ETFs jedoch erhalten: Technologie-Giganten wie Nvidia, Apple und Microsoft bestimmen weiterhin maßgeblich die Performance und das Risiko-Profil des Fonds.

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Technische Anpassung treibt Volumen

Die Umsetzung dieser Änderungen sorgte bereits am Freitag für ein deutlich erhöhtes Handelsvolumen. Passive Fonds, die den MSCI World Index abbilden, mussten ihre Portfolios zum Stichtag synchronisieren, um Abweichungen (Tracking Error) zu vermeiden. Der ETF selbst zeigt sich von der Unruhe unbeeindruckt und notiert weiterhin in Schlagdistanz zu seinem Rekordniveau. Mit einem Schlusskurs von 190,84 USD am Freitag liegt der Fonds weniger als ein Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch.

Blick auf den Mai und Krypto-Entscheidung

Diese Februar-Anpassung fungiert primär als Übergangslösung. MSCI hat angekündigt, im kommenden Mai eine umfassende Überarbeitung der Methodik zur Berechnung des Streubesitzes (Free Float) vorzunehmen. Ziel ist es, unnötige Gegenbuchungen in zukünftigen Zyklen zu minimieren.

Eine weitere wichtige Entscheidung betrifft den Umgang mit digitalen Assets: Der Indexanbieter hat seine Pläne verworfen, Unternehmen mit hohen Krypto-Beständen sofort auszuschließen. Firmen, deren Bilanz zu mehr als 50 Prozent aus digitalen Vermögenswerten besteht, bleiben vorerst im Index, während MSCI weitere Markt-Konsultationen durchführt.

Mit der offiziellen Wirksamkeit der aktuellen Änderungen am Montag, den 2. März 2026, ist das letzte Kapitel der alten Berechnungsmethode abgeschlossen. Für Anleger bedeutet dies kurzfristig eine leichte Verschiebung hin zu Hardware- und Infrastruktur-Titeln, bevor im Mai durch die neue Rundungsmethodik eine größere Umschichtung im Portfolio zu erwarten ist.

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