AMD Aktie: Server-Chips komplett ausverkauft
Bei Advanced Micro Devices (AMD) prallen derzeit zwei gewaltige Marktkräfte aufeinander. Einerseits sorgen Berichte über eine vollständig ausgebuchte Produktion für das Jahr 2026 für Euphorie bei Analysten und Anlegern. Andererseits werfen neue protektionistische Maßnahmen aus Washington Schatten auf die Margen der Chip-Industrie. Die zentrale Frage für die kommenden Monate lautet: Können Preiserhöhungen die drohenden Strafzölle kompensieren?
Analyst sieht enorme Preismacht
Der stärkste Treibstoff für die aktuelle Bewertung liefert eine aggressive neue Einschätzung von KeyBanc Capital Markets. Analyst Jon Vinh hat das Kursziel für die AMD-Aktie auf 270 US-Dollar angehoben, was ein erhebliches Aufwärtspotenzial impliziert. Die Begründung stützt sich auf konkrete Daten aus der Lieferkette: Die Kapazitäten für Server-CPUs sollen für das gesamte Jahr 2026 effektiv „ausverkauft“ sein.
Verantwortlich dafür ist die ungebrochene Nachfrage der sogenannten Hyperscaler, die ihre Rechenzentren massiv aufrüsten. Aufgrund dieser Knappheit erwarten Experten, dass AMD bereits im ersten Quartal 2026 Preiserhöhungen von bis zu 15 Prozent für Server-CPUs durchsetzen wird. Gelingt dies, könnten die Umsätze in der Server-Sparte im Jahr 2026 die Marke von 15 Milliarden US-Dollar erreichen.
Strafzölle als Gegenwind
Dieser Optimismus wird jedoch durch politische Realitäten gedämpft. Berichten zufolge hat US-Präsident Trump am 14. Januar 2026 einen Zoll von 25 Prozent auf KI-Chips verhängt, was auch AMD direkt betrifft. Diese handelspolitische Maßnahme stellt ein greifbares Risiko für die globalen Lieferketten und die Profitabilität dar. Marktbeobachter werten dies als Dämpfer für die „Ausverkauft“-Story, da die höheren Kosten entweder die Margen drücken oder an die Kunden weitergegeben werden müssen – zusätzlich zu den ohnehin geplanten Preiserhöhungen.
Wettbewerb und Bewertung
Trotz der politischen Hürden bleibt die fundamentale Stimmung an der Wall Street überwiegend positiv. Während RBC Capital mit einer Einstufung als „Sector Perform“ und einem Ziel von 230 US-Dollar eher vorsichtig agiert, raten 28 von 36 Analysten zum Kauf. Technisch untermauert wird dies durch vielversprechende Benchmark-Daten des neuen Ryzen AI MAX+ 392 Prozessors sowie eine wettbewerbsfähige Preisgestaltung: AMDs MI350-Chips sind mit rund 25.000 US-Dollar deutlich günstiger positioniert als Nvidias Konkurrenzprodukt B200.
Die Aktie notiert nach einem Anstieg von rund 90 Prozent auf 12-Monats-Sicht weiterhin auf hohem Niveau (Schlusskurs Mittwoch: 220,97 USD). Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von über 100 ist allerdings bereits viel Zukunftsmusik eingepreist.
Das erste Quartal 2026 dürfte die Richtung vorgeben: Das Management muss beweisen, dass die geplanten 15-prozentigen Preiserhöhungen am Markt durchsetzbar sind, ohne dass die Nachfrage unter den neuen 25-prozentigen Zöllen leidet.
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