Bei AMD läuft diese Woche vieles auf einen Punkt zu. Am Dienstag nach US-Börsenschluss legt der Chipkonzern die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vor – und damit genau jene Daten, die den jüngsten Optimismus untermauern oder bremsen können. Entscheidend wird vor allem der Ausblick: Bestätigt AMD sein Tempo im KI- und Rechenzentrums-Geschäft?

Analystenvertrauen – aber mit hohen Erwartungen

Rückenwind kommt von UBS. Analyst Timothy Arcuri bestätigte diese Woche sein „Buy“-Votum und hob das Kursziel von 300 auf 330 US-Dollar an. Das ist ein klares Signal: Der Markt traut AMD weiterhin zu, in den großen Wachstumsfeldern mitzuhalten.

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Gleichzeitig sind die Erwartungen inzwischen hoch. Laut einer Einschätzung von The Motley Fool handelt die Aktie derzeit etwa zum 40-Fachen der für 2026 erwarteten Gewinne. Solche Bewertungen verzeihen selten Enttäuschungen – umso wichtiger wird, wie überzeugend das Management die nächsten Schritte erklärt.

Konkurrenzdruck durch Microsofts Maia-Chip

Für kurzfristige Nervosität sorgte zuletzt Microsoft. Der Konzern stellte mit „Maia 200“ einen eigenen KI-Beschleuniger vor. Solche Inhouse-Chips sind mehr als nur ein Technik-Update: Sie zeigen den Trend, dass große Cloud-Anbieter (Hyperscaler) verstärkt eigenes Silizium entwickeln, um unabhängiger von externen Zulieferern zu werden.

Genau hier liegt die Sorge mancher Anleger: Wenn mehr Kunden eigene Lösungen bauen, könnte das die Nachfrage nach KI-Accelerators von Drittanbietern dämpfen. Die Aktie gab in der Folge Anfang der Woche spürbar nach. Auf Monatssicht steht sie laut den vorliegenden Kursdaten dennoch deutlich im Plus.

Was am 3. Februar im Fokus steht

AMD berichtet am 3. Februar nach Börsenschluss, die Telefonkonferenz folgt um 17:00 Uhr (EST). Anleger dürften dabei vor allem auf drei Punkte schauen:

  • Rechenzentrum: Im dritten Quartal 2025 stieg der Umsatz hier um 22% auf 4,3 Mrd. US-Dollar. Die Frage ist, ob dieses Wachstum weiter trägt.
  • Prognose für 2026: Wie passt der Ausblick zu den eigenen, langfristigen Wachstumszielen?
  • KI-Beschleuniger: Wie entwickelt sich der Rollout der Instinct-GPUs?

Operativ hatte AMD zuletzt geliefert: Im dritten Quartal 2025 meldete das Unternehmen Rekordumsatz von 9,25 Mrd. US-Dollar (+36% zum Vorjahr), der GAAP-Nettogewinn stieg um 61% auf 1,24 Mrd. US-Dollar. Für Q4 stellte AMD 9,6 Mrd. US-Dollar Umsatz (±300 Mio.) in Aussicht – das würde etwa 25% Wachstum bedeuten.

Untermauert wurde die Story im Januar zudem durch mehrere Schritte: eine neue Personalie im Board, eine Kooperation mit Tata Consultancy Services zur Skalierung von KI-Projekten sowie Produktneuigkeiten rund um die Instinct MI440X und eine Vorschau auf die MI500-Serie.

Am Dienstagabend geht es damit weniger um einzelne Quartalszahlen als um die Richtung: Bestätigt AMD die Dynamik im Rechenzentrum und bei Instinct – und liefert einen Ausblick, der die hohe Bewertung rechtfertigt? Genau das dürfte die kurzfristige Kursrichtung nach dem 3. Februar maßgeblich prägen.

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