Advanced Micro Devices steht kurz vor einem entscheidenden Termin: Am 3. Februar legt der Chipkonzern seine Zahlen für das vierte Quartal 2025 vor. In den letzten Tagen haben gleich mehrere Wall-Street-Analysten ihre Kursziele angehoben – ein Vertrauensbeweis für AMDs Position im boomenden KI-Markt. Doch es gibt auch Gegenwind: Microsofts neuer Maia 200 Chip zeigt, dass die großen Cloud-Anbieter zunehmend eigene Halbleiter entwickeln.

Analysten heben Kursziele an

Die jüngsten Analystenbewertungen fallen deutlich aus:

  • UBS erhöhte das Kursziel am 26. Januar von 300 auf 330 US-Dollar bei „Buy"
  • Loop Capital zog nach und setzte das Ziel von 290 auf 310 US-Dollar
  • KeyBanc stufte die Aktie auf „Overweight" hoch, Kursziel 310 US-Dollar

UBS-Analyst Timothy Arcuri verweist auf AMDs stärkere Wettbewerbsposition und erwartet weitere Kundenankündigungen im Zusammenhang mit der OpenAI-Partnerschaft im Jahresverlauf. KeyBanc hebt die dominante Stellung im Rechenzentrumsgeschäft hervor: AMD sei bei Server-CPUs für 2026 nahezu ausverkauft. Aufgrund der Kapazitätsengpässe könnten im ersten Quartal sogar Preiserhöhungen von 10 bis 15 Prozent möglich sein.

Microsoft baut eigene KI-Chips

Der Optimismus erhielt am 26. Januar einen Dämpfer, als Microsoft seinen Maia 200 Chip vorstellte. Die Aktie verlor daraufhin 3,3 Prozent. Der in Taiwan Semiconductors 3-Nanometer-Verfahren gefertigte Beschleuniger soll 30 Prozent mehr Leistung als Konkurrenzprodukte zum gleichen Preis bieten.

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Für AMD bedeutet dies verschärften Wettbewerb: Hyperscaler wie Microsoft entwickeln verstärkt eigene Halbleiter, um die Abhängigkeit von externen Lieferanten zu reduzieren. Azure-Kunden sollen künftig Maia-200-Kapazitäten mieten können. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage nach Chips von Drittanbietern hoch – große KI-Projekte wie OpenAI setzen weiterhin auf externe Beschleuniger.

Hohe Erwartungen für das vierte Quartal

Analysten rechnen für Q4 mit einem Gewinn je Aktie von 1,11 US-Dollar, ein Plus von 26 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Für das Gesamtjahr 2026 prognostizieren Experten KI-spezifische Umsätze zwischen 14 und 15 Milliarden US-Dollar, getrieben durch die MI355- und die kommenden MI455-Beschleuniger.

Bank of America sieht zwei wesentliche Treiber: OpenAIs 1-Gigawatt-Auftrag und Oracles 500-Megawatt-Installation könnten zusammen über 20 Milliarden US-Dollar Nettoumsatz für AMD generieren. Im dritten Quartal 2025 wuchs der Gesamtumsatz bereits um 36 Prozent auf 9,2 Milliarden US-Dollar, das Rechenzentrumsgeschäft legte um 22 Prozent zu.

Von 45 Analysten vergeben 30 ein „Strong Buy", 3 ein „Moderate Buy" und 12 ein „Hold". Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 285 US-Dollar. Die Aktie notiert derzeit bei rund 254 US-Dollar – ein Plus von über 130 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Bewertung mit einem Forward-KGV von etwa 41 spiegelt die hohen Wachstumserwartungen wider, setzt AMD aber unter Druck, diese auch zu erfüllen.

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