Einen Tag vor der entscheidenden Hauptversammlung steigt die Thyssenkrupp Aktie um über ein Prozent. Der Grund: JPMorgan hebt das Kursziel deutlich an – von 7,60 auf 11,10 Euro. Gleichzeitig bleibt die Zukunft der Stahlsparte weiter offen, während operative Erfolge bei Wasserstoff und Materialhandel für Bewegung sorgen.

Die wichtigsten Fakten:
- JPMorgan erhöht Kursziel um 46% auf 11,10 Euro
- Hauptversammlung am 30. Januar in Bochum
- Verhandlungen mit Jindal über Stahleinstieg stocken
- Großauftrag: 1 Million Tonnen grünes HBI aus dem Oman
- U-Boot-Auftrag Kanadas: TKMS in Endauswahl

Neubewertung vor Aktionärstreffen

Die US-Investmentbank JPMorgan gibt dem Industriekonzern deutlich mehr Kredit. Das neue Kursziel von 11,10 Euro liegt nahe am aktuellen Handelsniveau und signalisiert eine veränderte Einschätzung der Konzernperspektiven. Die Einstufung bleibt dennoch bei "Neutral" – ein Hinweis darauf, dass die Analysten trotz der Anpassung keine euphorische Haltung einnehmen.

Das Timing der Neubewertung ist bemerkenswert. Am Freitag treffen sich die Aktionäre in Bochum, und die Erwartungen sind hoch. Im Mittelpunkt steht die Stahlsparte: Die Verhandlungen mit der indischen Jindal-Gruppe über einen möglichen Einstieg bei Thyssenkrupp Steel Europe kommen nicht voran. Konzernchef Miguel López hatte sich Ende letzter Woche zurückhaltend zum Verhandlungsstand geäußert.

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Operative Erfolge abseits des Stahlgeschäfts

Während die Stahlzukunft ungeklärt bleibt, meldet der Konzern Fortschritte in anderen Bereichen. Thyssenkrupp nucera kooperiert künftig mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) beim Aufbau von Wasserstoffmärkten in Indien. Die Partnerschaft wurde auf der India Energy Week in Goa vorgestellt.

Noch konkreter wird es bei Materials Trading: Die Handelssparte sicherte sich einen Abnahmevertrag über eine Million Tonnen grünes HBI pro Jahr. Das Material kommt aus einem neuen Projekt von Meranti Green Steel im Oman und soll Märkte in Deutschland, Belgien und den Niederlanden beliefern.

Verteidigungssparte mit Großchancen

Parallel läuft der Wettbewerb um einen kanadischen U-Boot-Auftrag im Wert von 41,4 Milliarden US-Dollar. Thyssenkrupp Marine Systems steht gemeinsam mit einem südkoreanischen Konsortium in der Endauswahl. Die diplomatischen Gespräche zwischen Seoul und Ottawa unterstreichen die strategische Bedeutung des Projekts.

Die Aktie notiert am Donnerstag bei 11,44 Euro. Damit liegt sie deutlich über dem früheren Kursziel von JPMorgan, aber noch unter dem neuen Zielwert. Ob die Hauptversammlung weitere Impulse liefert, hängt vor allem davon ab, wie konkret López zur Stahlstrategie wird.

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