Der Lebensmittelgigant General Mills spürt den Gegenwind an den Supermarktkassen. Nach einem enttäuschenden dritten Quartal mit sinkenden Umsätzen zieht das Management nun Konsequenzen und stößt Randbereiche ab. Während Analysten ihre Kursziele nach unten korrigieren, versucht der Konzern, Anleger mit einer stabilen Ausschüttung bei Laune zu halten.

Schwächelnder Absatz und neue Risiken

Die jüngsten Zahlen für das dritte Geschäftsquartal 2026 fielen schwächer aus als erhofft. Der Nettoumsatz sank im Jahresvergleich um acht Prozent, wobei auch das organische Wachstum um drei Prozent schrumpfte. Verantwortlich dafür waren in erster Linie geringere Absatzmengen sowie eine ungünstige Preis- und Produktmix-Entwicklung. Diese fundamentale Schwäche spiegelt sich auch im Kursverlauf wider: Die Papiere notieren aktuell bei 31,39 Euro und damit nur hauchdünn über dem gestrigen 52-Wochen-Tief.

Als Reaktion auf die verfehlten Gewinnerwartungen senkte RBC Capital das Kursziel für den Titel von 60 auf 55 US-Dollar. Zusätzlich warnen die Experten von Jefferies vor externen Faktoren wie einem möglichen Ölpreisschock. Höhere Transport- und Lieferkettenkosten könnten die Profitabilität weiter belasten, zumal das Unternehmen ohnehin mit zweistelligen Gewinnrückgängen für das Gesamtjahr rechnet.

Portfolio-Umbau als Gegenmaßnahme

Um die operativen Abläufe zu verschlanken, trennt sich der Konzern von seinem brasilianischen Geschäft rund um die Marke Yoki. Käufer ist Três Corações Alimentos. Dieser Schritt passt zur Strategie, sich in einem schwierigen Konsumumfeld mit preisbewussten Käufern auf die margenstärkeren Kernbereiche zu konzentrieren.

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Gleichzeitig investiert General Mills in die Erneuerung bekannter Marken. Bis zum Sommer 2026 sollen künstliche Farbstoffe komplett aus dem US-Müslisortiment verschwinden. Erste umgestellte Produkte, wie neue Varianten von Lucky Charms und Trix, kommen bereits in den nächsten Monaten auf den Markt.

Stabile Ausschüttung für Aktionäre

Trotz der massiven Kursverluste der vergangenen zwölf Monate hält das Management an seinem Kapitalrückführungsprogramm fest. Die Ausschüttungsquote liegt aktuell bei 60 Prozent. Der Vorstand bestätigte die reguläre Quartalsdividende in Höhe von 0,61 US-Dollar je Anteilsschein.

Für einkommensorientierte Anleger sind folgende Termine relevant:
* Ex-Dividenden-Tag: 10. April 2026
* Auszahlungstermin: 1. Mai 2026

Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 8,8 ist der Lebensmittelhersteller historisch günstig bewertet. Die Kombination aus dem Verkauf der Südamerika-Sparte und der Neuausrichtung des US-Produktportfolios markiert einen klaren strategischen Schnitt. Der Erfolg dieser Maßnahmen hängt nun maßgeblich davon ab, wie gut der Konzern die anhaltend hohen Transport- und Rohstoffkosten in den verbleibenden Kernmärkten an die Konsumenten weitergeben kann.

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