Die Amazon-Aktie erlebte 2025 eine Achterbahnfahrt und enttäuschte als Schlusslicht der "Magnificent Seven" mit mageren 5,21 Prozent Plus. Doch jetzt mehren sich die Signale für eine Trendwende. Der E-Commerce-Riesen setzt massiv auf künstliche Intelligenz und erweitert sein Geschäftsfeld in überraschende Richtungen.

Die schwache Performance hatte konkrete Gründe: Trumps Zollpolitik drückte in der ersten Jahreshälfte auf die Nachfrage im Einzelhandel. Höhere Preise bedeuteten weniger verkaufte Produkte und schrumpfende Werbeeinnahmen. In der zweiten Jahreshälfte wuchsen die Sorgen, Amazon könne im KI-Rennen gegen Alphabet und Microsoft zurückfallen. Der Grund? AWS wuchs langsamer als Google Cloud und Azure.

Autonome Lkw als neues Standbein

Cantor Fitzgerald bekräftigte Anfang Januar 2026 sein "Overweight"-Rating und verweist auf ein spannendes neues Geschäftsfeld. Amazon kooperiert seit der CES-Messe mit Aumovio beim kommerziellen Einsatz autonomer Fahrzeuge. Im Zentrum steht Auroras selbstfahrendes Lkw-Programm.

Aumovio setzt dabei auf Amazon Web Services als bevorzugten Cloud-Anbieter für KI-basierte autonome Fahrsysteme. Die operative Flotte von Aurora umfasst aktuell fünf Lkw. Bis Mitte 2026 sollen "dutzende Trucks" rollen, bis 2027 dann hunderte. Für AWS bedeutet das massives Wachstumspotenzial im Autonomie-Sektor.

Cloud und KI: Die Aufholjagd läuft

Portfolio Manager Jed Ellerbroek von Argent Capital Management rechnet für 2026 mit über 20 Prozent Wachstum bei AWS. Der vermeintliche Rückstand gegenüber der Konkurrenz? Ein Timing-Effekt. Amazon startete etwa anderthalb Jahre später mit dem Bau spezialisierter KI-Rechenzentren. Doch die Lücke schließt sich rasant.

Der "hervorragende Gewinnbericht" für Q3 deutete bereits auf steigende Umsätze und verbesserte operative Dynamik hin. Auch im Einzelhandel erwartet Ellerbroek zweistelliges Wachstum. Seine Prognose: Amazon wird sich 2026 "als Gewinner im Bereich KI herausstellen".

Analysten sehen massives Aufwärtspotenzial

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Die Börsenexperten zeigen sich bullish. Laut TipRanks empfehlen 46 von 47 Analysten den Kauf der Aktie, nur einer rät zum Halten. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 294,55 US-Dollar – ein Aufwärtspotenzial von rund 19 Prozent. Am 10. Januar 2026 schloss die Aktie an der NASDAQ bei 247,38 US-Dollar, im vorbörslichen Handel am 13. Januar ging es allerdings um 1,09 Prozent auf 244,68 US-Dollar abwärts.

Strafe in Italien reduziert

Positive Nachrichten kamen aus Italien: Die dortige Kartellbehörde reduzierte am 12. Januar 2026 eine Rekordstrafe wegen Missbrauchs der Marktmacht im Logistikbereich von ursprünglich 1,128 Milliarden Euro auf 752,4 Millionen Euro. Hintergrund war ein Gerichtsurteil vom September, das eine Neuberechnung erforderlich machte.

Wegovy-Vertrieb stärkt Gesundheitssparte

Amazon Pharmacy erweitert sein Angebot und vertreibt seit Januar 2026 die Abnehm-Tablette Wegovy von Novo Nordisk. Die Medikamente sind sowohl über Versicherungspläne als auch per Barzahlung erhältlich. Der Ausbau auf die Pharmacy-Kioske ist geplant und verstärkt Amazons Position im wachsenden Markt für Gewichtsmanagement.

Gleichzeitig verschickt der Konzern umfassende Warnungen an Prime-Mitglieder zum Schutz vor Phishing-Mails und Betrugsanrufen. Mit amazon.de/reportascam wurde ein eigener Meldekanal eingerichtet – ein strategischer Schritt zur langfristigen Sicherung des Kundenvertrauens.

Die Weichen für 2026 sind gestellt. Bleibt die Frage: Können Cloud-Wachstum, KI-Investitionen und neue Geschäftsfelder die Aktie tatsächlich aus der Lethargie holen?

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