D-Wave Quantum geht mit zwei sehr unterschiedlichen Signalen ins neue Jahr: 2025 lieferte das Unternehmen ein Rekordwachstum und eine ungewöhnlich hohe Liquidität, doch das vierte Quartal verfehlte die Erwartungen deutlich. Genau diese Mischung aus Tempo und Stolperern erklärt, warum die Aktie nach den Zahlen so heftig ausschlug. Kann D-Wave die starken Auftragseingänge nun auch zuverlässig in Umsatz ummünzen?

Rekordjahr – aber Q4 enttäuscht

Im Gesamtjahr 2025 stieg der Umsatz um 179% auf 24,6 Mio. US-Dollar. Der Bruttogewinn legte laut Unternehmen um 265% zu. Außerdem beendete D-Wave das Jahr mit der höchsten Liquiditätsposition der Firmengeschichte von über 884 Mio. US-Dollar.

Im vierten Quartal fiel das Bild deutlich schwächer aus. D-Wave legte den Bericht vor Börsenstart am 26. Februar vor und blieb bei Umsatz und Ergebnis unter den Wall-Street-Erwartungen. Gemeldet wurde ein bereinigter Non-GAAP-Verlust von 0,09 US-Dollar je Aktie bei 2,8 Mio. US-Dollar Umsatz. Erwartet worden war ein Verlust von 0,06 US-Dollar je Aktie bei rund 3,7 Mio. US-Dollar Umsatz.

Brisant ist dabei die Bewertung: Bei nur 24,6 Mio. US-Dollar Jahresumsatz ergibt sich laut Artikel ein Kurs-Umsatz-Verhältnis von über 260. Das lässt wenig Spielraum für Quartalsausrutscher.

Kursreaktion: Absturz am Freitag, Woche trotzdem im Plus

Die unmittelbare Reaktion auf die Zahlen fiel zweigeteilt aus. Am Freitag rutschte die Aktie bis 10:45 Uhr (ET) um 10,3% ab; intraday lag das Minus am 27. Februar zeitweise bei bis zu 11,27%.

Zusätzlichen Druck brachte offenbar die Analystenseite: Evercore ISI und Mizuho senkten nach dem Bericht ihre Kursziele, was den Ausverkauf am Freitag mit begünstigt haben dürfte.

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Trotzdem schloss die Aktie die Gesamtwoche (bis 28. Februar) mit einem Plus von 4% ab. Zum Vergleich: Der S&P 500 gab in der Woche um 0,4% nach, der Nasdaq Composite um 1%. Der Verlauf zeigt die typische Volatilität im Quanten-Computing-Sektor: Optimismus vor den Zahlen, ein Hoch am Donnerstag – und dann der Dämpfer am Freitag.

Neue Impulse: SQC, Übernahme und hohe Bookings

Operativ meldete D-Wave mehrere neue Impulse. Das Unternehmen trat der Southeastern Quantum Collaborative (SQC) als Gründungsmitglied bei. Das Netzwerk soll Akteure aus Wissenschaft, Industrie und Behörden im Südosten der USA zusammenbringen, um Quantenforschung, Ausbildung und Kommerzialisierung zu beschleunigen.

Der strategisch wichtigste Schritt Anfang 2026 war jedoch der Abschluss der Übernahme von Quantum Circuits Inc. D-Wave bezifferte den Kaufpreis auf 550 Mio. US-Dollar, bestehend aus 300 Mio. US-Dollar in D-Wave-Stammaktien und 250 Mio. US-Dollar in bar. Ziel ist es, Annealing- und Gate-Model-Fähigkeiten unter einem Dach zu bündeln und so den Weg zu einem skalierten, fehlerkorrigierten Quantencomputer zu verkürzen.

Noch wichtiger für die kurzfristige Nachfrage-Lesart: Trotz des Q4-Umsatzfehlers lagen die Bookings im laufenden ersten Quartal 2026 per 25. Februar bereits bei mehr als 32,8 Mio. US-Dollar. Nach Quartalsende meldete D-Wave zudem einen Systemkauf über 20 Mio. US-Dollar durch die Florida Atlantic University (Auslieferung bis Ende 2026 erwartet) sowie einen zweijährigen QCaaS-Enterprise-Lizenzvertrag über 10 Mio. US-Dollar mit einem Fortune-100-Unternehmen. Zusätzlich wurde eine neue Geschäftseinheit für den US-Regierungsbereich angekündigt, geleitet von Jack Sears Jr.

Unterm Strich startet D-Wave mit starkem Auftragseingang und einer großen Übernahme ins Jahr 2026 – der Markt hat nach dem Q4-Fehltritt aber klar gezeigt, dass er bei der Umsetzung und bei Quartalszahlen wenig Geduld hat.

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