Amazon Aktie: 50 Milliarden für OpenAI
Amazon wagt einen historischen Schritt: Bis zu 50 Milliarden Dollar fließen in OpenAI – eine der größten KI-Investitionen überhaupt. Doch während der Konzern im Wettlauf um künstliche Intelligenz aufrüstet, wächst die Nervosität der Anleger. Die Aktie erlebte ihren schwächsten Monat seit über drei Jahren, und ein Zwischenfall in den Vereinigten Arabischen Emiraten offenbart neue Risiken für das Cloud-Geschäft.
Die Dimension des Deals
Anfang März 2026 besiegelten Amazon und OpenAI eine mehrjährige Partnerschaft mit weitreichenden Folgen. Zunächst investiert Amazon 15 Milliarden Dollar, weitere 35 Milliarden können unter bestimmten Bedingungen folgen. Im Gegenzug verpflichtet sich OpenAI, über die kommenden acht Jahre zusätzlich 100 Milliarden Dollar bei Amazon Web Services (AWS) auszugeben – zusätzlich zu bestehenden Vereinbarungen. OpenAI nutzt zudem rund zwei Gigawatt Kapazität von Amazons hauseigenen Trainium-KI-Chips.
Die strategische Verzahnung ist klar: Amazon sichert sich einen der wichtigsten KI-Entwickler als Großkunden und stärkt gleichzeitig seine Position gegenüber Microsoft und Google im Kampf um die KI-Infrastruktur der Zukunft.
Anleger reagieren skeptisch
Die Euphorie hält sich in Grenzen. Im Februar 2026 verlor die Amazon-Aktie zwölf Prozent – der stärkste Rückgang seit Dezember 2022. Verantwortlich dafür sind vor allem die massiven Kapitalausgaben: 200 Milliarden Dollar plant Amazon für 2026, hauptsächlich für den Ausbau von Rechenzentren und KI-Hardware.
Die Folgen sind in den Kennzahlen sichtbar. Für 2026 erwartet das Unternehmen einen negativen freien Cashflow von 524 Millionen Dollar, nach positiven 7,7 Milliarden im Vorjahr. Die Kapitalrendite (ROIC) sank im vierten Quartal auf 12,4 Prozent, nachdem sie zwei Quartale zuvor noch bei 14,8 Prozent lag. Die Frage, wann sich die milliardenschweren Investitionen auszahlen, können die Verantwortlichen derzeit nicht befriedigend beantworten.
Zwischenfall in den Emiraten
Parallel zu den finanziellen Sorgen kam es zu einem operativen Vorfall: Rund um den 1. März 2026 wurde ein AWS-Rechenzentrum in den Vereinigten Arabischen Emiraten von Objekten getroffen, was ein Feuer auslöste. Die Stromversorgung für mindestens eine Verfügbarkeitszone fiel aus, dutzende zentrale Cloud-Dienste waren betroffen.
Der Vorfall, der sich vor dem Hintergrund erhöhter geopolitischer Spannungen ereignete, unterstreicht ein oft unterschätztes Risiko: Die physische Sicherheit der Infrastruktur, auf der sowohl die digitale Wirtschaft als auch die expandierende KI-Industrie aufbauen. Für Amazon bedeutet dies zusätzlichen Druck, die Resilienz seiner globalen Rechenzentrumsarchitektur zu erhöhen.
Europa im Fokus
Trotz der Herausforderungen treibt Amazon den internationalen Ausbau voran. Für Spanien kündigte der Konzern kürzlich eine Investition von 18 Milliarden Euro bis 2035 an – für Rechenzentren und KI-Innovation. Die Maßnahme soll bis zu 30.000 Arbeitsplätze unterstützen und erhöht Amazons Gesamtinvestition in Spanien auf 33,7 Milliarden Euro.
Die OpenAI-Partnerschaft positioniert Amazon strategisch in der KI-Wertschöpfungskette. Ob die enormen Ausgaben jedoch zeitnah in profitable Geschäftsmodelle münden, bleibt vorerst offen. Am 29. April 2026 wird Amazon seine Quartalszahlen vorlegen – dann dürfte sich zeigen, ob die Investoren bereit sind, den kostspieligen Kurs weiter mitzutragen.
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